Face Off – Im Körper des Feindes

Bei einem Attentat auf den FBI-Agenten Sean Archer (John Travolta) tötet der Terrorist Castor Troy (Nicolas Cage) Archers kleinen Sohn. Nach sechsjähriger Jagd kommt es zur Konfrontation zwischen Archer und Troy in einem Flugzeughangar; an deren Ende Troy im Koma liegt. Doch Seans Freude währt nur kurz: Troy hat irgendwo in L.A. eine Bombe platziert, die bald explodieren wird. Der einzige der ebenfalls über die Bombe Bescheid weiss, ist Castors einsitzender Bruder Pollux (Allesandro Nivola). Da dieser aber nur mit Castor über die Bombe reden würde, läßt sich Sean auf eine riskante Mission ein: mittels einer Spezialoperation wird das Gesicht von Castor auf Sean übertragen, so dass dieser in Castors Identität ins Gefängnis eingeschleust werden kann. Doch währenddessen erwacht Castor aus dem Koma, läßt sich Seans Gesicht transplantieren und tötet alle, die davon wissen – und übernimmt so völlig die Identität Archers…

Action mit Niveau – ein seltener Fall. Die Geschichte mit dem Gesichtertausch ist zwar blanke Fantasy, aber auf dieser Basis entwickelt John Woo ein Action-Drama, das zwar mit gigantischen Action-Szenen aufwarten kann, sich aber letztlich doch auf die Figuren konzentriert. Travolta und Cage, die beide den Guten und den Bösen spielen, meistern diese Aufgabe mit Bravour, vor allem Cage, der sich hier förmlich die Seele aus dem Leib spielt (und leidet). Mit den üblichen John-Woo-Markenzeichen (beidhändiges Schießen, Zeitlupeneffekte und leider auch ein immens hoher Verschleiß an Statisten) und der spannenden Geschichte wird „Face/Off“ ein klasse Film, mit dem Touch Traurigkeit und Ernsthaftigkeit zu einem der besten Filme aller Zeiten. Selten wurden Dramatik, Anspruch und gigantische Action so klasse verschmolzen wie hier!

Rating: ★★★★★

Ein Gedanke zu „Face Off – Im Körper des Feindes“

  1. Unglaublich, es gibt auch Filme, die können nach einem Durchlesen der Inhaltsangabe nur absoluter Murks sein und sind es wieder nicht. „Face Off“ gehört dazu. Es sind nicht nur die stilistisch brillianten Ballereien und eine Story, der man einen gewissen Reiz trotz allem nicht absprechen kann, es sind vor allem die Hauptdarsteller Cage/Travolta, die dem Film einen wahnsinnigen Charme verleihen, der es wert macht, dafür Geld ausgegeben zu haben.

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