Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Nachdem er den Sommer bei Familie Dursley verbringen musste, kehrt Harry Potter zu seinem zweiten Schuljahr nach Hogwarts zurück – obwohl ihn vorher der seltsame Hauself Dobby gewarnt hat, es würde etwas Furchtbares passieren. Und tatsächlich geschehen in Hogwarts seltsame Dinge: mehrere Schüler werden von einem mysteriösen Monster angegriffen und versteinert. Harry, der selbst unter Verdacht steht, geht zusammen mit Ron und Hermine den Vorgängen nach und macht eine Entdeckung: irgendwo in Hogwarts gibt es eine versteckte Kammer, aus der eine böse Macht hervorgeht – die Harry sehr bekannt vorkommt…

Die meisten Leute, die alle vier Bücher gelesen haben, sind der Ansicht, dass das zweite das Schwächste von allen sei – muss das auch für den Film gelten?Keineswegs: der Film hält sich – wie auch schon der erste – strikt an die Buchvorlage und kommt viel schneller zur Sache, da Figuren, Orte und Umstände mittlerweile ja bekannt sind. Die gesamten Darsteller sind wieder in ihren Rollen zu sehen, der Film ist spannend, düster und auch humorvoll und bietet haufenweise erstklassige Special Effects. Dummerweise sieht man ihm ein Problem an, dass bei den folgenden Filmen auftreten wird: da das Buch eindeutig zu lang ist, streicht es der Film auf die wichtigsten Szenen zusammen, womit manche Charaktere (vor allem Kenneth Branagh und Alan Rickman) nur auf ihre nötigsten Auftritte reduziert werden, was mitunter ein wenig lieblos wirkt. Für kleine Kinder ist der Film letztlich nichts – zum einen ist er zu düster und zuweilen auch zu gruselig; zum andern ist die Hintergrundgeschichte um eine Verschwörung im Zauberreich, die hier ihren Anfang nimmt (und in den weiteren Teilen ausgebaut wird), zu kompliziert. Trotzdem: aufwendige, spannende und vergnügliche Unterhaltung!

Rating: ★★★★☆

Ein Gedanke zu „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“

  1. Im Ganzen hat mir der zweite Teil von Harry Potter mehr zugesagt als der erste. Das mag sicher daran gelegen haben, dass die Geschichte dieses mal weniger zusammengerafft wirken mag (und das obwohl das Buch dicker ist als seine Vorgänger). Dennoch krankt auch dieser Teil daran, dass es seinen Charakteren an Tiefe und Auftrittsmöglichkeiten fehlt, was das Talent von Schauspielern wie Alan Rickman oder Kenneth Branagh nicht zur vollen Entfaltung kommen lässt. Ansonsten bekommt man die gleiche angenehme und faszinierende Kulisse geboten, die man bereits aus Teil 1 kennt. Insgesamt ist „Die Kammer des Schreckens“ ein phasenweise lustiger aber auch härterer Streifen als „Der Stein der Weisen“. Letztenendes kann ich es mir nicht verkneifen zu erwähnen, dass man am Ende des Filmes einen guten Grund genannt bekommt, warum Harry Superstar in meinen Augen eine Wurst ist.

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