Harry Potter und der Stein der Weisen

Waisenkind Harry Potter wächst nach dem angeblichen Unfalltod seiner Eltern bei Verwandten auf und glaubt ein völlig normaler Junge zu sein. An seinem elften Geburtstag erfährt er jedoch die Wahrheit: seine Eltern waren Magier und wurden von einem bösen Zauberer namens Voldemort getötet – und Harry selbst soll fortan die Zauberschule Hogwarts besuchen, um selbst ein Zauberer zu werden.In der Schule findet Harry in der Streberin Hermine und dem tollpatschigen Ron Weasly treue Freunde, er lernt seine Fähigkeiten zu zaubern kennen, wird Star der Schule im Quidditch-Spiel – macht sich aber auch Feinde, wie den finsteren Professor Snape (Alan Rickman) und den bösen Draco Malfoy. Und schon bald entdeckt Harry das Hogwarts ein düsteres Geheimnis birgt – welches direkt zu ihm führt…

Der Film hält sich akribisch an die Buchvorlage; was zum einen als seine größte Stärke, zum andern als seine größte Schwäche gewertet wird. Wer das Buch kennt, wird nichts Neues entdecken, wer es nicht kennt, wird mit diesem Film wenig anfangen können, heißt es. Und die Wahrheit? Die liegt irgendwo dazwischen.Das Buch muss eigentlich nicht bekannt sein – aber es ist hilfreich, da manche Details nur oberflächlich erläutert werden, andere Sachen und Personen nur aufs Allernötigste reduziert sind (etwa die Brüder von Ron tauchen nur für wenige Sekunden an den wichtigsten Stellen auf). Hauptvorwurf: das Buch rege die Phantasie an, im Film muss besagte Phantasie dann in „begrenzte“ Filmbilder gefaßt werden. Ruiniert der Film also gar die Illusion? KEINESWEGS!Der Film lotet die Filmtauglichkeit des gesamten Harry Potter Stoffes restlos aus: die Figuren sind mit viel Sorgfalt nach ihren geschriebenen Vorbildern besetzt (insbesondere der kleine Daniel Radcliffe als Harry bleibt einem lange im Gedächtnis), die Wunderwelt von Hogwarts ist mit aufwendigen Bauten und grandiosen Spezialeffekten zum Leben erweckt und die Geschichte bleibt dem Buch treu – so mag es Fans vielleicht nicht überraschen, aber zumindest zufrieden stellen und nicht verärgern. Und an so manchen Stellen übertrifft der Film gar das Buch: Das temporeiche Quidditsch-Match ist im Film natürlich ungleich rasanter und auch beim Showdown, wenn sich Harry und der böse Voldemort gegenüberstehen, ist das bewegte Bild amtosphärischer und spannender als die Buchvorlage.

Rating: ★★★★☆

Ein Gedanke zu „Harry Potter und der Stein der Weisen“

  1. Über den Film kann und wird man geteilter Meinung sein. Auf der einen Seite besticht der Film durch die liebenswerte Umsetzung des Buches, seine nahezu fleischgewordenen Charaktere, seine phantastischen Kulissen und den überwiegend passenden Schauspielern. Selten wurde in eine Buchumsetzung soviel Energie gesteckt und es wird zu recht vom Zuschauer honoriert.Auf der anderen Seite leidet der Film ziemlich unter der Art und Weise wie er zusammengefasst wurde. Obwohl das Buch das bisher kürzeste Werk von J.K. Rowlings Serie ist, wirkt die filmische Zusammenfassung des Buches ziemlich zusammengerafft und es wird den Charakteren nicht wirklich die Möglichkeit gegeben, sich zu entwickeln. Beispiel hierfür sind die Weasley-Zwillinge, die man hätte auch gleich streichen können.Leute, die die Bücher nicht kennen, werden sicherlich den Sinn der ein oder anderen Szene hinterfragen. Alle anderen werden diese Dinge nicht wirklich auffallen.Fans werden damit zufrieden sein – ich selbst war es nicht wirklich.

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