Der Herr der Ringe – Die Gefährten

In der Phantasiewelt Mittelerde: im friedlichen Auenland erbt der Hobbit Frodo Beutlin (Elijah Wood) von seinem Onkel Bilbo (Ian Holm) einen alten Ring. Dieser Ring gehört eigentlich dem bösen Tyrann Sauron, der damit finstere Macht über Mittelerde erlangen würde. Frodo muss in Saurons Land Mordor gehen, um den Ring in den dortigen Schicksalsbergen zu vernichten. Eine gefahrvolle Reise beginnt, die Frodo jedoch nicht alleine auf sich nehmen muss: eine Handvoll Gefährten, bestehend u.a. aus ein paar weiteren Hobbits, dem befreundeten Zauberer Gandalf (Ian McKellen), dem tapferen Aragorn (Viggo Mortensen) sowie ein paar Kriegern, scharen sich um Frodo, um ihm beizustehen. Doch Saurons Diener, die unter anderem vom bösen Zauberer Saruman (Christopher Lee) geleitet werden, sind ihnen dicht auf den Fersen …

Da ich die dazugehörigen Bücher nie gelesen habe, kann ich bei diesem Film keine Vergleiche zwischen Film und Buch ziehen, aber das macht nichts. Auch ein „Laie“ wie ich merkt, dass mit Peter Jackson ein wahrer Könner am Werk war, der die Vorlage abgöttisch lieben muss und bemüht ist, ihr treu zu bleiben. Trotz der Länge (die DVD Version ist noch mal gut 30 Minuten länger, also fast drei einhalb Stunden!) ist das ganze kurzweilig, in den Action-Szenen und Kämpfen rasant, bombastisch und wahnsinnig spannend, in den ruhigen Szenen sorgen wundervolle (wenn auch computererzeugte) Landschaften für fantastischen Sehgenuß, die Special-Effects-Details sind hervorragend und die Darstellerriege ist bis in die kleinsten Nebenrollen einzigartig. Herausragend natürlich: Elijah Wood als Frodo, Ian McKellen als Gandalf und der sonst eher auf Fieslinge festgelegte Viggo Mortensen als Aragorn. „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ ist gigantisches Fantasy-Kino vom Feinsten, das für Auge, Ohr und Hirn eine Menge bietet.

Rating: ★★★★★

Ein Gedanke zu „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“

  1. Schande über Gear! Aber vielleicht wird er sich noch eines Tages in die Welt Tolkiens einlesen. ;)Ich selbst habe die Bücher vor einiger Zeit gelesen und war zunächst skeptisch, was die Verfilmung angeht – war ich doch schon von der seltsamen Zeichentrickversion nicht wirklich überzeugt. Schließlich ist die Handlung lang und nicht unkomplex. Aber Peter Jackson hat aus Tolkiens Werk einen hervorragenden Film gemacht, der zwar, und das war zu erwarten, nicht alles aus dem Buch beherbergt bzw. ganz richtig wiedergibt – aber das tut dem Film keinen Abbruch. Treue Fans werden das Fehlen von Tom Bombardil bemängeln, aber Leute ohne Vorkenntnissen wird es nicht auffallen.Der Herr der Ringe ist ein Film der für nahezu jeden faszinierend ist, der die Buchvorlage kennt oder nicht. Detailreich mit Liebe zum Werk eröffnet sich ein gewaltiges Fantasyspektakel.Wenn ich etwas besonders hervorheben sollte (und das schreibe ich eigentlich nur um jemanden zu ärgern), dann sind es zwei Dinge:Zum einen ist es Legolas, der, aber auch den ganzen langen Film, scheinbar keine anderen Worte kennt außer: „Orks!“ ;)Zum anderen bin ich froh, dass der blöde Fuchs aus den Anfängen des Buches nicht den Weg in den Film gefunden hat. (Wer es genau wissen will: Ausgabe Klett-Cotta, Letzter Absatz auf Seite 97)Aber einen wirklichen Kritikpunkt zum Schluss, der nicht direkt den Film betrifft, sondern seine Geldmacher, die meinen den Kunden mit drei unterschiedlichen DVD-Boxen das Geld dreifach aus der Tasche ziehen zu müssen. Eine DVD-Box sie zu knechten – all ihre Kohle zu finden. In die Konsumgier zu treiben und ewig zu melken.

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