Con Air

Acht Jahre lang saß Cameron Poe (Nicolas Cage) im Gefängnis, nachdem er seine schwangere Frau Trisha (Monica Potter) vor ein paar Betrunkenen verteidigte und dabei einen der Angreifer tötete. Am Geburtstag seiner Tochter, die er noch nie gesehen hat, wird Cameron freigelassen und soll mit einem Gefängnisflugzeug nach Hause geflogen werden. Doch kaum ist das Flugzeug in der Luft, befreien sich die Gefangenen und setzen unter der Führung des brutalen Cyrus Grisom (John Malkovich) neuen Kurs. Für Cameron, der nur nach Hause möchte, beginnt ein verzweifelter Kampf ums Überleben – seine einzige Hilfe am Boden ist der junge US Marshall Vince Larkin (John Cusack)…

Jeder der diesen Film auch nur einen Deut ernst nimmt, ist selber schuld! „Con Air“ ist nichts weiter als ein Kinderfilm für Erwachsene, dessen deutliches Vorbild „The Rock“ ist und der nur zwei Zwecke erfüllen soll: dem Zuschauer Spaß machen und den Produzenten Geld einbringen.Eine abendfüllende Handlung hat der Film nicht – ist aber auch nicht nötig, den das Hauptaugenmerk gilt den zahlreichen skurrilen Charakteren, bestehend aus fiesen und perversen Ganoven – die aber doch irgendwie so überzogen sind, dass man nur drüber lachen kann – Highlight ist Steve Buscemi als Westentaschen-Hannibal Lecter. Ebenso grandios ist John Malkovich als Oberfiesling. Nicolas Cage bewährt sich einmal wieder als Actionheld und auch John Cusack als liebenswürdiger US Marshall legt ein sehr zufriedenstellendes Action-Debüt hin.Bei Con Air muss man einfach über ein paar Dinge hinwegsehen: die etlichen Klischees, die völlig vorhersehbare Handlung und die stellenweise heftig blöden Ideen (etwa ein Flugzeugrotor, der sich quer durchs Flugzeug bohrt und genau zwischen den Akteuren durchfliegt), aber wenn man das schafft, kann man sich an 100 Minuten prallem Action-Kino mit bombastischen Explosionen, waghalsigen Stunts, rasanten Verfolgungsjagden und jeder Menge Klasse Darstellern erfreuen. Und die Happy End Szene in der Nicolas Cage mit einem Teddybär seiner Tochter vor der Glitzerkulisse von Las Vegas gegenübersteht, ist so wunderschön kitschig, dass sie schon wieder richtig klasse ist!

Rating: ★★★★☆

Ein Gedanke zu „Con Air“

  1. Uaaaaah! Nicolas Cage mit Bombenlegermatte und Feinripp Unterwäsche in einem Gefangenflugzeug kämpft gegen eine Horde dummer, dreister Gauner. Klingt dumm? Ist es, aber hier muss ich mal eine Lanze brechen: Wer meint, dass der Film von mir so zerrissen wird wie seine Brüder „The Rock“, „Armageddon“ oder „Pearl Harbor“, muss ich enttäuschen. An sich hat der Film mir sogar ein wenig gefallen, was nicht unlängst an John Malkovich liegt, der einen hervorragenden Bösewicht abgibt – wäre da nicht das Ende gewesen, das mir den Spaß an dem Streifen total versaut und dazu geführt hat, den Streifen ins Fegefeuer der schlechten Filme zu stoßen. Es war absolut nicht nötig, Los Angeles zu Klump zu verarbeiten – und diese beknackte Art und Weise, wie der Kampf auf dem Feuerwehrwagen endet…*würg*

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