2002 – Durchgeknallt im All

In der handlungsfreien Posse spielt Nielsen den Geheimagenten Dick Dixon, der zu einer entfernten Raumstation geschickt wird. Dort haben irgendwelche Ganoven ein Genlabor eingerichtet und einen Klon von Präsident Bill Clinton erzeugt, der nun im Weißen Haus regiert. Dixon soll den echten Präsident finden und befreien.

Es ist fast schon traurig: seit dem Erfolg der „Nackten Kanone“ hat Leslie Nielsen nichts anderes mehr gemacht als in flauen Abklatschen und Nachahmerfilmen „herumzualbern“ – allerdings ohne jemals den Erfolg oder die Qualität seiner Rolle als Frank Drebin zu erreichen. Genauso traurig ist, dass nahezu jeder Film schlechter als sein Vorgänger ist und man sich jedes Mal sicher ist, dass dies der absolute Tiefpunkt ist – um dann vom nächsten wieder unterboten zu werden. Und auch 2002 ist da keine Ausnahme. Der Film wurde bereits 2000 gedreht und sollte 2001 auch unter diesem Titel ins Kino kommen – dass er aber so lange gebraucht hat, lässt bereits ungute Ahnungen zu …Was sich dann auf der Raumstation und später auf der Erde abspielt, sind anderthalb doofe Stunden Film, die von so dummen Gags durchsetzt sind, dass es fast schon weh tut. Zuweilen sind zwar mal ein paar brauchbare Lacher dabei, aber diese sind zu rar gestreut, als dass es sich deswegen lohnt, den Film zu sehen. Das einzige was den Film vielleicht erwähnenswert macht, ist die deutsche Beteiligung: Alexandra Kamp spielt eine böse Wissenschaftlerin, die in einer Szene versucht, Nielsen zu verführen. Außerdem darf Verona Feldbusch in zwei kurzen Szenen durchs Bild huschen und schnell ihre Klamotten verlieren. Insgesamt ist der vorläufige Tiefpunkt der Leslie Nielsen Blödelfilme erreicht – aber abwarten, der nächste kommt bestimmt. Fazit: Handlungsfreier Nonsens mit vielen missratenen und wenigen guten Gags – Leslie Nielsen sollte so langsam mal an den Ruhestand denken!

Rating: ★☆☆☆☆

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