Avatar – Aufbruch nach Pandora

200 Jahre in der Zukunft wird der querschnittsgelähmte Soldat Jake Sully (Sam Worthington) auf den fernen Waldplaneten Pandora geschickt. Dort soll ein seltenes Mineral gewonnen werden was aber durch die dortigen Ureinwohner erschwert wird. Um den Feind näher kennenzulernen wird Jakes Verstand in einen genetisch gezüchteten Körper transportiert damit er so die Gebräuche und Eigenheiten studieren kann. Je mehr er über die Einwohner von Pandora und ihre naturverbundene Art lernt, desto mehr zieht es jake auf deren Seite – als schließlich die Marines angreifen versucht Jake die eigenen Leute aufzuhalten …

12 Jahre sind vergangen seit James Cameron „Titanic“ ablieferte, den erfolgreichsten Film aller Zeiten -und die letzten 4 Jahre werkelte er an diesem gigantischen Science-Fiction Epos. Und die Erwartungen sind zu Recht hoch gesteckt: was Technik und Effekte angeht war Cameron schon immer ein Wegbereiter, außerdem wurde angekündigt „daß dies der erste richtige 3-D Film sein solle der die Technik wirklich nutzt und braucht“. Nun, darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber erstmal zum Inhaltlichen: da ist „Avatar“ weiß Gott kein schlechter Film, aber eben auch kein außergewöhnlicher: die Story eines Soldaten der den Feind infiltriert, sich den dortigen Respekt erarbeitet und letztlich auf der anderen Seite gegen die eigenen Mannen kämpft ist nicht neu und wurde insbesondere in „Der mit dem Wolf tanzt“ schonmal so präsentiert. Dementsprechend kann man sich manches recht schnell selbst zusammenreimen, bestes Beispiel ist in etwa die Szene in der ein paar Leute in einem Hubschrauber flüchten und unter Beschuß genommen werden – man ahnt sofort welche Person es dort jetzt vielleicht erwischt haben könnte und genau so kommt es dann auch. Ähnliches beim Showdown und Ausgang der Story wenngleich ich mit dem beiläufigen Ableben einer sympathischen Nebenfigur nicht wirklich einverstanden bin. Aber gut, neben dem Inhaltlichen gehts natürlich ums optische und da ist klar: „Avatar“ läutet das nächste Filmjahrzehnt ein, lotet die neue Technik aus und führt zu ungeahnten, bisher nie dagewesenen visuellen Genüssen. Auch in 2-D hätte man sich hierrüber gefreut, über die lebensechte und perfekte CGI Grafik und die wilden, farbenprächtigen Schauplätze und Actioneinlagen. 3-D wäre dazu meines Erachtens nicht wirklich nötig gewesen, aber es erhöht natürlich immens den Reiz und die „Nähe“ zum gezeigten. Großes Lob dabei an die erschaffene Fantasy-Welt, an die Wesen und Umgebungen die voller tausend kleiner Details stecken die sich allesamt in einer immensen Genialität zusammenfinden. Von daher ist „Avatar“ nicht wirklich der reißene Blockbuster schlechthin, wohl aber die bislang überwältigendste visuelle Erfahrung des neuen Digital 3-D Kinos.
 
Fazit: Konventionelle Story mit unbeschreiblichem Ideenreichtum bei kleinen Details, optisch mitreißend und gigantisch!
Rating: ★★★★☆

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