2012

Im Jahre 2009 findet ein junger Forscher den wissenschaftlichen Beweiß daß die Welt im Jahre 2012 untergehen wird. Die Regierung hält dies geheim und bereitet einen Rettungsplan für ein paar ausgewählte Menschen vor: verborgen in China werden gigantische Archen gebaut. Als dann im Jahre 2012 durch unglaubliche astronomischen Konstellationen tatsächlich die Welt nach und nach ausßeinanderfällt kämpft sich der Schriftsteller Jackson Curtis mit seiner Familie durch das Chaos im irgendwie zu einer der rettenden Archen zu gelangen …

Die Welt geht unter – nun, für diesen Job ist Roland Emmerich natürlich prädistiniert, genau das Gleiche hat er ja bereits bei „Independence Day“ und „The Day after“ praktiziert. Trotzdem stellt sich für mich die Frage aus welcher Position man den Film betrachten muß. Denn im Grunde beschreibt er ein furchtbares Ereignis bei dem Milliarden Menschen sterben – aber abgesehen von einzelnen traurigen Momenten geht’s für ein echtes Drama zu seicht zu. Obendrein gibt’s diverse Handlungen und Szenen wo man denkt Emmerich ist nicht ganz bei Trost daß er uns dies als ernsthaft vorsetzen möchte – man bedenke nur die überaus bizarre Szene in der die Helden in das Boot steigen und ein säumiger Hund es auf unmöglichste Weise schafft ihnen zu folgen. Seis drum, muß man eben die Hände im Popcorn versinken lassen und sich am Event selbst erfreuen: hier ist Emmerich in seinem Element und liefert wohl (mal abgesehen von Tranformers 2) die gigantischste Actionbreitseite dieses Jahres die einen geradezu in den Sitz hämmert. Aber auch hier gilt: in zahlreichen Szenen ist das Gezeigte so absurd daß man sich mit Recht fragt was sich Roland gedacht hat – ist es ok sich daran zu erfreuen daß der Weltuntergang wie eine große Actionkirmes von statten geht, oder wie ein Videospiel bei dem die Helden echt oftmals nur um Zentimeter mit dem Leben davonkommen? Obendrein mixt Emmerich einiges an Humor in den Film, insbesondere durch John Cusack als töffeligen Helden und Woody Harrelson in einer extrem gestörten Nebenrolle – aber leider nimmt das die letzte Möglichkeit aus dem Film das Ganze wirklich ernst zu nehmen. Darum sollte man sich einfach daran erfreuen was fürs Auge geboten wird und nicht groß mitdenken.

Fazit: Weltuntergang als spaßige Actionorgie mit einem sympathischen John Cusack auf sletne stoppender Dauerhatz!
Rating: ★★★☆☆

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.