Changeling – Der fremde Sohn

Christine Collins (Angelina Jolie) ist Angestellte bei einer Telefongesellschaft und alleinerziehende Mutter im Jahre 1928. Dann aber verschwindet ihr Sohn Walter (Gattlin Griffith) spurlos – und wird nach fünf Monaten von de rPolizei aufgespürt und zurückgebracht.  Doch bei der Übergabe erschrickt Christine: Das Kind ist nicht ihr Sohn. Da aber das unter Korruptionsverdacht stehende  Polizeidepartement sein Gesicht wahren überhören sie Christines Protest wehement die aber nicht aufgeben will und den Fall neu aufrollen läßt …

Angelina Jolie ist ein stetiges Thema in den Boulevardblättern – es gibt kaum etwas was sie und Brad Pitt machen können ohne daß es eine Schlagzeile nach sich zieht. Bei diesem ganzen dämlichen Rummel neigt man glatt dazu eine Sache zu vergessen: die Frau sieht nicht nur unwahrscheinlich gut aus, sondern ist auch eine absolute Ausnahmedarstellerin. Schön zu sehen daß sie sich nicht zu fein ist in einem eher unauffälligen Film zu spielen – wobei, es ist eben ein Film für Gourmets. Regie hat mal wieder Clint Eastwood geführt, der Mann weigert sich irgendwie beharrlich sich zur Ruhe zu setzen und macht einen Fim wie er es am besten kann: kraftvoll, bewegend, dabei ruhig und konzentriert. Inhaltlich ist das ganze schon eine unfassbare Bombe die auf einem wahren Fall beruht: die Polizei schiebt der Mutter eines entführten Kindes einfach ein falsches unter um den Fall als erledigt abhaken zu können – und als diese sich wehrt landet sie sogar in der Irrenanstalt. In der zweiten Hälfte sucht die Frau dann Gerechtigkeit – und sowohl als schwächliche und nervöse Frau in der ersten Hälfte wie als starke Kämpferin im zweiten Part zeigt sich die gute Angelina in unschlagbarer Bestform. Leider tut es der Film für mich nicht, auch wenn da keiner irgendwas für kann – es ist ruhig, oftmals geradezu unangenehm, aber so unfassbar das Gezeigte ist und so toll es alles in Szene gesetzt ist, ich werd irgendwie von dem lähmenden Entsetzen daß der Film erzeugen will nicht mitgerissen. Kann jedem anderen aber passieren!

Fazit: Grandios gespieltes und mitfühlend in Szene gesetztes Drama einer unfassbaren Sache!
Rating: ★★★☆☆

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