Rachels Hochzeit

Als ihre Schwester Rachel (Rosemarie DeWitt) heiratet kehrt Kym (Anne Hathway) nach einigen Jahren der Abwesenheit und mehreren Aufenthalten in Entzugskliniken zurück in ihr Elternhaus. Dort trifft sie aufeine illustre Hochzeitsgesellschaft mit zahlreichen Freunden und Verwandten der Familie Buchman. Die unangepaßte Kym bringt jedoch mit  ihrem schwarzen Humor und ihrem Hang zur Dramatik die unterschwelligen Spannungen innerhalb der Familie ans Licht …

Hehehe, ich wette da wird es einige „Fehlgriffe“ geben –  der Titel mit „Americas Sweetheart“ Anne Hathaway auf dem Cover läßt auf eine flockige, leichte Sommerkomödie schließen, kurzweilige nette und zuckrige Unterhaltung eben. Leider ist dies eben nicht so, zumal Hathaway nicht die titelgebende Rachel ist. Nein, sie ist nur die von Therapien und Seelenklempern gezeichnete und geschlauchte Schwester der Braut die in den wilden Wirrungen einer Hochzeit geradezu furchtbare Ehrlichkeit an den Tag legt und mit ungeschminkter Art die Vorgänge auseinander pflückt unddie Verlogenheit der anderen darlegt. So hat das Ganze zwar hier und da was zum Schmunzeln parat, die meiste Zeit bleibts aber ernst – wenn man das mitkriegt und nicht gerade mit gähnen beschäftigt ist. Bevor mich hier wieder einer gleich als Megabanausen abstempelt: nein, so schlecht ist der Film nicht. Nur seine herangehensweise daß er bewußt so wirkt wie ein Hochzeitsvideo, mit schnellen, kurzen Szenen, viel Handkamera macht ihn irgendwie etwas langgezogen (ein Amateurvideo würde man sich auch nicht über eine solche Laufzeit antun.) Trotzdem erreicht der Film sein Zielpublikum, nämlich Liebhaber von etwas unkonventionellen Familiendramen. Und Anne Hathaway die ihr für ihre Verhältnisse ungwohnt „häßlich“ auftritt unterstreicht ein weiteres Mal daß sie wirklich ne tolle Darstellerin ist!

Fazit: Der eigenwillige Inszenierungsstil geht ein wenig auf den Geist, was die großartigen Darsteller und die „Enthüllungen“ so halbwegs wieder rausreißen
Rating: ★★★☆☆

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