Die Herzogin

Georgiana Spencer (Keira Knightley) wird jung von ihrer Mutter (Charlotte Rampling) mit dem einflussreichen Herzog von Devonshire (Ralph Fiennes) verheiratet. Doch schon bald fühlt sie sich gefangen in der Ehe mit dem eiskalten Herzog. Daher lebt Georgiana ihre Rolle als politische Aktivistin, Schönheitsideal und Fashion-Ikone aus mit einem Effekt: je mehr sie von allen geliebt und bewundert wird, desto mehr zieht sich der Herzog von ihr zurück. Er bevorzugt die beste Freundin seiner Frau, Lady Bess Foster …

Auch dies ein Film den ich theoretisch im Flugzeug hätte schauen können, auf dem Flug nach New York doch irgendwie hab ich ihn mir dann doch verkniffen – die Aussicht auf zwei Stunden Kostümschinken erschien mir etwas zu bleischwer. Stimmt dann aber doch nicht ganz: klar spielt der FIlm im viktorianischen Zeitalter und ist wie man das von solchen Filmen kennt und erwartet von oben bis unten mit Perücken und noblen Kostümen ausgestattet. Aber bei all dem Prunk ist das zentrale Thema viel kleiner und intimer: es geht um eine Zwangsehe, deren Gefühlskälte und eben das Leid daß beide Seiten daraus ziehen (auch wenn Ralph Fiennes eigentlich die ganze Zeit wie ein Scheusal wirkt wird er am Ende zu einer Figur mit der man mitfühlen kann). Für Kira Knightley ein Film in dem sie sich wieder ganz a la Sinn un dSinnlichkeit einpacken und ausleben kann, Kritikerlob einfahren – nur eben Zuschauer nicht. Das Zielpublikum für solche Kostümschinken (auch wenn sie mehr als das zu bieten haben) ist nunmal kein besonders großes und wenn auch nicht wirklich der Film dahintersteckt den man auf den ersten Blick erwartet.

Fazit: Pomös ausgestattet und aufgezogen ist der Film im innern doch ein sanftes Drama eines traurigen Schicksals!
Rating: ★★★☆☆

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