Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat

Nachdem Oberst Graf von Stauffenberg (Tom Cruise) im Afrika-Feldzug schwer verletzt und verstümmelt wird, will er nicht mehr länger tatenlos zusehen, wie Deutschland von einem größenwahnsinnigen Tyrannen zugrunde gerichtet wird. Er findet eine Gruppe von Mitgliedern des Militärs und der Politik die ebenfalls kritisch gegenüber Hitlers Treiben stehen und dem Krieg ein Ende bereiten wollen. Mit akribischer Präzision wird ein Bombenattentat in der Wolfsschanze vorbereitet. Am 20. Juli 1944 liefert Stauffenberg die Bombe ab und sieht wie sie explodiert. Der daraufhin anlaufende Plan droht aber dennoch zu scheitern …

Immerhin geben die Macher es zu: hierbei soll es nicht bevorzugt um eine Geschichtsstunde gehen, mehr um den Thrill. Darum kann man die Hauptsorge auch etwas entkräften: Tom Cruise ist ein brillianter Darsteller und liefert ein weiteres Mal eine großartige Darstellung in der Rolle des Hitlerattentäters ab – alles ist es recht klar daß die Figur für den Film etwas aufpoliert wurde. Stauffenberg ist hier ein lupenreiner Held, ein edler Mensch der das Richtige tun will – man darf stark bezweifeln daß der Mann in echt genauso ein Strahlemann war. Aber mal von dieser „Politur“ abgesehen ist die Darstellung und Abarbeitung der Vorbereitung und eben der Verlauf des 20. Juni 1944 absolut glaubhaft. Mit sauberer Inszenierung und einem vorzüglichen Darstellerensemble zeichnet der Film die Geschehnisse ab und obwohl man weiß wie es ausgehen wird bleibt der Film ab dort wo das Attantat steigt hochspannend, der Adrenalinpegel geht garnicht mehr zurück bis zum bekannten, bitteren Ende. Insgesamt eine besser funktionierende Weise jüngeren Menschen Geschichte etwas näher zu bringen.

Fazit: Akribische Darstellung einiger mutiger Männer und ihren leider scheiternden Planes – trotz bekanntem Ausgang absolute Hochspannung.
Rating: ★★★★☆

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