Krabat

Im siebzehnten Jahrhundert, nach Ende des Dreißigjährigen Krieges landet der 14-jährige Waise Krabat (David Kross) bei einem Müllermeister (Christian Redl) von Koselbruch  und bekommt die Chance auf eine Lehre. Nach einem recht qualvollen Anfang beginnt er sich wohl zu fühlen, bis er aber erkennt daß der Meister nicht nur das Müllerhandwerk sondern ebenso schwarze Magie lehrt. Lediglich sein Freund Tonda (Daniel Brühl) ist bemüht Krabat vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren …

Das kann ja nichts sein, mag der erste Gedanke sein: ein deutscher Film über einen Zauberlehrling? Noch dazu eine Buchverfilmung? Wer braucht das wenns Harry Potter gibt? Im Grunde niemand, aber das soll den Film an sich nicht schlecht machen. Es ist nur klar daß eine deutsche Produktion gegenüber einem solch gigantischen  Werk im Nachteil ist. Aber auch inhaltlich stellt sichdie Kiste recht schwierig an. Dies ist mal wieder ein Film bei dem ich nach kurzer Zeit den Faden verloren und dann auch nicht wieder gefunden habe. Ein Haufen junger Kerle hockt auf einem Berg mit einem bösen alten Zauberer der die Knaben ausnutt und quält bis sich einer dagegenauflehnt und besonders gestärkt und motiviert ist durch die Macht der Liebe. Da steckt bestimmt ne Menge an kleinen, positiven Botschaften drin aber ich denke mal dies sollte man eher in Buchform konsumieren. Den Darstellern seis nicht angelastet, wenn „Vorleser“ David Kross, mein absoluter Haßdarsteller Robert Stadelober und der wohl populärste deutsche Akteur Daniel Brühl zusammenarbeiten kommt dabei zwangsweise viel Talent zusammen. Leider kann dies den tristen und geradezu schleppenden Film kaum aufwerten.

Fazit: Handwerklich solide, inhaltlich aber kaum zugängliche Kinozauberei in deprimierender Atmosphäre.
Rating: ★★☆☆☆

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