Das Herz ist ein dunkler Wald

Marie (Nina Hoss) führt mit ihrem Mann, dem Musiker Thomas (David Striesow) ein relativ normales Familienleben – bis sie eines Tages durch Zufall hinter eine unglaubliche Wahrheit kommt: Thomas führt ein Doppelleben und hat noch mit einer anderen Frau eine andere, zweite Familie. Die Erkenntnis wirft Marie völlig aus ihrem gewohnten Leben und läßt sie auf eine gefährliche Odyssee in den Wahnsinn gleiten … (gear)

Das Herz ist ein dunkler Wald und dieser Film ist ein sehr eigenartiges Kino-Experiment: Nicolette Krebitz die bislang immer mal wieder als Schauspielerin zu sehen war inszeniert hier ein furchtbares menschliches Drama das im Grunde unter die Haut gehen könnte: eine Frau entdeckt daß ihr ganzes Eheleben eine einzige, große Lüge ist und verliert vor Kummer, Wut und Schmerz mehr und mehr den Draht zur Realität. Leider experimentiert Krebitz dabei ein bißchen zuviel herum – so werden Rückblenden in denen die früheren Konflikte des Ehepaares aufgezeigt werden inszeniert als Stünden sie auf einer Theaterbühne und ist das finale Drama auf das der Film unweigerlich hinausläuft eine Spur zu abgehoben und nicht in der Realität verwurzelt. Gefühle sind da, schauspielerische Glanzleistungen ebenso – aber irgendwie verwirrt der unbequeme Film letztlich doch zu sehr.

Fazit: Brutal schmerzhaftes Drama das zuviel künstelt und in einem absolut furchtbaren und abgehobenen Finale mündet!

Rating: ★★☆☆☆

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