Der unglaubliche Hulk

Bei einem mißglückten Experiment bekommt der Wissenschaftler Bruce Banner (Edward Norton) eine Überdosis Gammastrahlen ab die seine DNA verändert: fortan verwandelt er sich bei extremer Wut in den Hulk, ein ungebändigtes, wutschnaubendes Wesen mit übermenschlichen Kräften. Während Banner im Exil lebt und verzweifelt versucht ein Gegenmittel zu finden um wieder mit seiner goßen Liebe Betty (Liv Tyler) zusammen sein zu können macht deen Vater, der eiskalte General Ross (William Hurt) Jagd auf ihn und setzt dazu auch den Supersoldaten Blonsky (Tim Roth) ein. Als Blonsky jedoch selber Experimente an sich durchführen läßt die ihn ebenfalls in ein übermächtiges Wesen transformieren kommt es zwischen ihm und Bruce zum großen Zweikampf … (gear)

Oh mein Gott! Ich bin entsetzt. Wie können so viele gute Absichten und Ansätze scheitern? Ist fast schon sensationell. Nach der ziemlich vergeigten „Hulk“ Version von 2003 ist dies ein „Reboot“ der Serie, ähnlich wie „Batman Begins“ die Flattermann-Saga neu startete. Schonmal gut, zumal man auch ein sauber ausgewähltes Darstellerensemble vereint, insbesondere natürlich Edward Norton als neuer Bruce Banner. Dann ist der Film ebenso eine Quasi-Fortsetzung von „Iron Man“, denn hier taucht zum Ende hin Robert Downey jr. als Tony Stark auf und weißt auf das hin was schon am Ende von „Iron Man“ angedeutet wurde: einen mächtigen Crossover Film in dem mehrere Helden aufeinandertreffen (zum dem dann wohl auch „Captain America“ stoßen wird, es gibt Anspielungen). Aber bleiben wir bei diesem Film bei dem man als Zuschauer selber grün vor Wut werden möchte. Dabei fängt alles so gut an: das Intro daß die Geschichte von Banners Verstrahlung erzählt (wofür die 2003er FAssung fast den halben Film brauchte) ist eine liebevolle Nachstellung des Vorspanns der alten Serie, diese wird auch gewürdigt daß hier und da mal Musikstücke vond amals einfließen und man dem alten „Hulk“ Lou Ferringio sowie dem bereits verstorbenen Banner Darsteller Bill Bixby Kurzauftritte einräumt (und natürlich den verpflichtenden Auftritt von Stan Lee!!). Aber auch wenn diese Ansätze ziemlich gut sind: sie führen zu nichts. Die Story ist zäh wie Kaugummi, verläßt zu keiner Zeit die Vorhersehbarkeit und läuft auf ganz ausgelatschten Pfaden. Norton ist zwar nach wie vor ein toller Schauspieler aber irgendwie paßt er mir nicht so ganz in der Rolle des gehetzten Wissenschaftlers. Liv Tyler hat ne bescheurte Ponyfrisur und kaum mehr zu tun als schön traurig den armen Edward anzujammern und TIm Roth gibt den fiesen Soldaten immerhin schön widerlich und diabolisch. Am Look des Hulks scheiden sich die Geister: ein großer, klobiger, offenkundig CGI Effekten entstammender Klotz (immerhin versucht man das Prinzip der wachsenden Hosen ein wenig zu erläutern) der neuerdings auch sprechen kann und weniger grün ist – liegt bei einem selbst ob man das mag. Allerdings ist der größte Aufreger des Films die in Deutschland gestartete Fassung: der Film läuft ungeschnitten ab 16t und in einer kastrierten Version ab 12. Die Schnitte der 12 Nummer betreffen den finalen Schlagabtausch der zwei Supermonster – und regen unbeschreiblich auf weil offenkundig ganze Minuten fehlen und plötzliche ruckartige Szenenwechsel drin sind so daß man hinten und vorne nicht mehr durchblickt. So macht Kino keinen Spaß, so regt es nur auf.
 
Fazit: Trotz brauchbarer Herangehensweise und scheppernder Actionszenen enttäuscht auch diese Hulk Fassung stark – und die deutsche Schnittfassung ist eine bodenlose Frechheit!
Rating: ★★☆☆☆

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