Schachnovelle

Der Anwalt Josef Bartok (Oliver Masucci) wird 1938 von den Nazis in Isolationshaft genommen und dem bösartigen Franz-Josef Böhm (Albrecht Schuch) stetig verhört. Dafür gelangt ihm ein Schachbuch in die Finger …

Hier hatte ich ein sehr großes Interesse dran, da ich das Buch in der Schule gelesen und nie ganz vergessen habe. Recht schnell wurde mir aber klar daß der Film einen Schwerpunkt ganz anders setzt: im Buch wurden die beiden Schachgegner in Rückblenden beleuchtet und es ging um den Konflikt und das Schachduell der Rahmenhandlung. Im Film ist der Schwerpunkt aber auf die von Oliver Massuci gespielte Figur gesetzt, welche in Isolationshaft gesetzt wird und monatelang in einem Raum sitzt. Dabei ist ein Buch mit Schpartien sein Versuch seinen Verstand klar zu halten. Der Film erweist sich somit als eine Art Psychodrama der den Leidensweg und den Abstieg in den Wahnsinn zeigt, der Schpart wird dabei eher zweitrangig. Aber so ist eine wunderbare Bühne gegeben auf der Massuci eine unglaubliche, starke Perfomance abliefern kann. Daher ist dies eher was für Freunde von Thrillern als für Literaturfans.

Fazit: An die Nieren gehender Psychothriller über einen Mann der in Isolation de Verstand zu verlieren droht.

Rating: ★★★☆☆

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.