Aline – The Voice of Love

Die kleine Aline (Valérie Lemercier) hat von Kindheit an eine fabelhafte Stimme – so schickt bereits ihre Mutter ein Demotape an den Musikproduzenten Guy-Claude Kamar (Sylvain Marcel) …

Ich habe mich mit dem Leben und den Umständen“ von Celine Dion nie wirklich befasst, aber das muß man für diesen Film wohl auch nicht, da hier direkt gesagt wird: es ist keine exakte „Nacherzählung“ der Dinge, sondern eine fiktionale Form. Ich erkenne zwar einzelne Faktoren darin (etwa „My Heart will go on“), muß mich aber zu jeder Zeit dem Film anvertrauen und daß er mir keinen Mist erzählt. Tut er aber auch kaum: wir sehen eine junge Frau mit einem endlosen Talent deren Leben wir verfolgen, sehen zahlreiche Szenen in denen sie auf einer Bühne steht und erleben ihren privaten Werdegang. Dabei ist die Figur nie unsympathisch, unangenehm oder ähnliches, aber sie nimmt einen auch nicht ein. Die Schwerpunkte verteilen sich etwas ungleichmäßig, etwa wenn sehr lange die Familie primär im Zentrum steht bevor es wieder auf die künstlerische Ebene geht und bei allem fehlt dem Fim sehr stark das vergehen der Zeit: über welchen Zeitraum diese Gschchte spielt wird kaum umrissen und man ist manchmal etwas orientierungslos dadurch. Trotzdem: egal wie viel von alledem wahr ist und was auch immer davon „ angepasst“ wurde: diese Story bleibt ebenso frei von Highlights wie von „Einbrüchen“ und dürfte für Celine Dion Fans sicherlich mehr Reiz haben als für einige andere. Allerdings ist es zu Beginn gewöhnungsbedürftig wie der Kopf der Hauptfigur auf den Körper eines kleinen Mädchens gemorpht wurde.

Fazit: Emotionale Kiste mit viel Musik bei der man aber wegen des genannten fiktionalen Anteil nicht viel glauben mag.

Rating: ★★★☆☆

 

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