Camgirl – Wahnsinnige Begierde

Der einsame und Internetsüchtge Jack (Peter Vack) findet das Cam-Girl und Dominatrix Scarlet (Julia Fox). Aus der anfänglichen Begeisterung wird besessenheit …

Sehr minimalistisch geregelt: der Film spielt außer wenigen Stadtaufnahmen ausschließlich in Wohnungen, vorrangig der Wohnug der Hauptfigur der von dort aus sein Leben komplett online gestaltet. So trist und abwechslungsarm das auf den Zuschauer wirken mag, so authentisch kommt es daher – dies ist ein sozial isolierter Mensch dessen eintöniges Leben nur durch seine Internetaktivitäten aufgewertet wird. Ihn dabei zu beobachten mag manchmal langweilig sein, manchmal hässlich, aber es spiegelt sicher das Dasein eines solchen Menschen wieder. Dies verläßt der Film aber später wenn sich die Internetfantasie in die Realität verlagert, ebenso wenn dem Camgirl welches hier begafft wird ebenso ein Background verschafft wird. Im letzten Drittel verwandelt sich der Film dann in eine recht filmgemäße Drama / Thrillerhandlung die ihn dann etwas aus dem nüchernen, realistischen Rahmen rausreißt, aber ein passendes Finale liefert. Mit Nacktheit und expliziten Momenten wird nicht gespart, wodurch das Werk radilaker wird, aber sicherlich nicht für jeden zugänglich. Wer aber eben diese schmutzigen, kleinen Filme am Rande der Sehrgewohnheiten mag sollte es mal verscuhen – als den typischen, klienen Thrill am Feierabend taugt der Film nicht.

Fazit: Stellenweise sehr detailliertes, hässliches Bild eines vereinsamten Menschens welches im letzten Drittel in einen gängigen Thrillerplot mündet!

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