Christiane F – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

In den 70er Jahren gelangt die 13 jährige Christiane  (Natja Brunkhorst) an eine Drogenclique am Berliner Bahnhof. Langsam wird auch sie abhängig und versinkt mehr und mehr im Drogensumpf.

Ich habe hiermit eine kleine Bildungslücke geschlossen: der Film lag stets in meiner Videothek in der Erwachsenenabteilung, da habe ich ihn aber stetig liegen lassen, meine Frau hat das Thema in der Schule besprochen und mir davon erzählt, aber erst der Start der „geschönten“ Amazon Serie veranlasste mich nun dazu der Thematik mal etwas Zeit zu widmen. Und ich bin erschreckend abgestumpft: ich kann mir denkend aß der Schock dieses Themas im Jahre 1981 vorrangig darin bestand daß Menschen erkannten daß Kinder Drogen nehmen und daß die Existenz dieser kaputten Szene somit erstmals bewußt wurde. Das schockt mich zwar auch, aber ich kann mir vorstellen und akzeptieren daß diesse Szene existiert hat. Obendrein geht mir filmisches selten nahe und das Thema Drogen ist etwas was in meinem Leben keine große Rolle gespielt hat, daher hatte ich keinen „Wiedererkennungswert“ dabei. Trotzdem läßt mich nicht alles kalt und es sind besonders die Szenen von Elend beim Entzug ect. Die auch mich erreichen. Ansonsten ist der Film schmutzig, kompromisslos und lebensnah gespielt, leider und weckt in mir Dakbakreit diese Zeit und diese Szene nie erlebt zu haben. Als Dokument seiner Zeit und als filmische Abschreckung funktioniert dies extrem gut und die überragende Natja Brunkhort bringen einen so nahe es geht daran den körperlichen Verfall der Hauptfigur zu erleben. Daher: auch wenn es angestaubt wirken mag ist dies ein Film der als Pflichtprogramm an Schulen gezeigt werden sollte.

Fazit: Dreckiger Blick auf eine hässliche Szene, intensiv vermittelt und ohne „Wegblenden“.
Rating: ★★★★☆

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