My Zoe

Isabelle (Julie Delpy) wurde gerade von ihrem Mann (Richard Armitage) geschieden und kämpft mit ihm um das Sorgerecht für Tochter Zoe (Sophia Ally). Ebenso droht sie aber in ihrem wissenschaftlichen Job alles zu verlieren …

Ich habe diesen Film aus dem Blickwinkel eines Vaters gesehen. Damit ist die eingangs geschehende Lage, in der eine Mutter morgens ihr Kind nicht geweckt bekommt weil es unmerklich ins Koma gefallen ist, an Unerträglichkeit kaum zu toppen. Diese Vorstellung, daß dies mit meinem Kind passieren könnte wirkte auch noch lange nach – nur daß ich mich dadurch mit dem Film im eigentlichen weniger beschäftigt habe. Damit, daß Julie Delpy eine unsympathische Figur spielt (der man das grausame Schicksal trotzdem nicht wünscht) die eine höllische Tortur durchlebt um am Ende eine hochgradig üble Sache zu tun die man zwar verstehen, aber wohl kaum gutheißen kann. Bisd dahin ist es ein langer Weg aus Dialogen, Diskussionen und Streits, unangenehmen Momenten und Gesprächen in Krankenhausumfeld – also das was man nicht sehen und erleben mag, aber sehr wohl etwas daß der Film authentisch vermitteln kann. Wie man über das letzte Drittel und das Ende urteilt liegt wohl bei einem selbst, ich kann Kritik wie Zuspruch verstehen und rate daher selber ein Urteil zu fällen. Man sollte nur nicht erwarten hier einen „Unterhaltungsfilm“ zu schauen.

Fazit: Bleischwer, emotional brutal und durch unangenehme Figuren zusätzlich „fordernd“.

Rating: ★★★★☆

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