Bombshell – Das Ende des Schweigens

Journalistin  Megyn Kelly (Charlize Theron), die Moderatorin  Gretchen Carlson (Nicole Kidman) und News-Produzentin  Kayla Pospisil (Margot Robbie) arbeiten bei Fox News. Als der Chef Roger Ailes (John Lithgow) zudringlich wird bringen die Frauen dies an die Öffentlichkeit woraufhin sich weitere Frauen melden …

Es ist eigentlich eine lobenswerte Sache, wenn man einen realen Fall auf diese Weise entsprechend aufbereitet. Leider bin ich dabei extrem skeptisch da hier offen zugegeben wird daß es ein wahrer Fall ist der aber mit fiktiven Elementen und dramaturgischen Zuspitzungen angereichert ist. Daher bleibe ich stets ratlos weil ich mich frage: was ist zugefügt, was ist echt? Aber gut, es geht wohl nicht um jeden Handgriff, sondern um die gesamte Situation bzw. eine Art Einblick hinter die Kulissen. Gemäß dieses Eindrucks kann man wohl froh sein nie bei Fox gearbeitet zu haben: es wird gezeigt wie hier ein frauenfeindliches Arbeitsumfeld besteht und geschaffen wird welches sich in alle Arten von Alltagsmomenten und bis ins Private auswirkt. Präsentiert wird dies durch drei Powerfrauen in den Hauptrollen: mit Charlize Theron, Margot Robbie und Nicole Kidman hat man drei zugkräftige Gesichter auf dem Filmplakat. Leider überträgt sich die kalte Stimmung die an diesem Arbeitsplatz geherrscht haben muß auf die Figuren und die Darstellungen. Man kann natürlich verstehen wie schlimm die Lage dort ist, ebenso ist die Wut der Figuren nachvollziehbar und griffig, aber leider bekomme ich keinen emotionalen Zugang zu den Hauptcharakteren. Daß mag aber ein persönlicher Punkt sein und bei anderen besser funktionieren. Letztlich ist dieser Film trotzdem sehr wichtig, da er die Aufmerksamkeit auf ein wichtiges, unhaltbares Thema lenkt.

Fazit: Starbesetzt und emotional unterkühlt – trotzdem ein wichtiger Aufschrei!

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