Sieben Jahre in Tibet

Im Jahre 1939 beteiligt sich Heinrich Harrer (Brad Pitt) an einer Himalaya-Expedition. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht landet Heimrich mit Expeditionsleiter Peter Aufschnaiter (David Thewlis) in einem Internierungslager. Von dort aus gelangt er nach Tibet wo er auf Tenzin Gyatso (Jamyang Jamtsho Wangchuk), dem 14. Dalai Lama, trifft …

Der Film kam ins Kino als ich ein Teenager war und ich verweigerte ihn im Kino, da es mir als eine ultimative Qual und Schnulze vorkam in welcher der von den Mädels so angehimmelte Brad Pitt einfach nur episch in Szene gesetzt werden sollte. Nun, viele Jahre später habe ich ihm dann doch mal eine Chance auf Netflix gegeben und kann mit dem Blick drauf werfen der mir damals gefehlt hat, nämlich dem Wissen darum welche Filme Pitt sonst noch so gemacht hat seitdem. Dies ist nicht der Versuch eines damals aufsteigenden Stars mal was episches zu machen, sondern ein gezielter und gut gewählter Film in dem er auch mal aus seinem damaligen Sunnyboy Image ausbrechen konnte: er verkörpert einen ziemlichen Widerling der aus purem Egoismus einen krassen Schritt geht. Dadurch ist der Film zunächst ein Abenteuerstreifen, wird dann später zu einem Politfilm bzw. ein wenig Betrachtung der Historie und mündet in ein sympathisches Drama über eine ungewöhnliche Freundschaft. Ich will gar nicht so tun als würde ich allen historischen Kotext gänzlich kapieren oder könnte hinterher ein Referat darüber halten. Ebenso wenig weiß ich hier was historisch belegt ist und was dramaturgisch angepasst wurde (Pitts Figur wandelt sich schrittweise zum Sympathieträger was die wahre Person so wohl nicht tat), aber in seiner Gesamtheit ergibt der Film durchaus ein Werk daß einen gewissen Klassikerstatus verdient hat: Pitt mit seiner eindringlichen Darstellung,  einige sehr sensible Szenen und große Landschaftsaufnahmen die ohne Computer gemacht wurden liefern einen wirklich großen, epischen Film auf den man sich halt einlassen muß.

Fazit Episch, gigantisch aufgezogen und in manchen Momenten mit sehr viel Gefühl!

Rating: ★★★★☆

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.