Fucking Berlin

Sonia (Svenja Jung) zieht für ein Mathematikstudium nach Berlin. Als sie in finanzielle Nöte gerät beginnt sie als Prostituierte zu arbeiten Fortan führt sie ein Doppelleben …

Hier treffen viele Dinge aufeinander die mir gefallen und die mir missfallen. Zunächst mal: ich war nie ein junger Mensch in Berlin, ich weiß nicht wo der Film mir wirklich vermitteln will wie es ist wenn man jung und frei in Berlin ist und wo der Film das unfassbar aufbläht und in künstliche Coolness hüllt. Hüllenlos erscheint dagegen die Hauptfigur in zahlreichen Szenen was nicht dem Voyeurismus dient, sondern durch einen einfach ehrlich wirkenden Blick zustande kommt. Der Verlauf der Handlung in der sie schrittweise in die Prostitution abrutscht ist plausibel und nachvollziehbar, auch wenn an manchen Stellen die gezeigten Szenen etwas überzogen wirken und wie eine spannende „Wir gucken mal hinter die Kulissen eines Puffs“ Doku anmuten. Am Ende finde ich die Mischung etwas unausgewogen wenn hinter diese doch realisten Aspekte der Versuch folgt einen „Beat“ in der Stadt zu finden und vieles in einen tieferen Sinn zu setzen. Aber das mag ein Problem sein – dies ist durchaus gewagtes, frisches Kino, freizügig, mutig und in manchen Momenten unglaublich lebensecht.

Fazit: Sehr glaubhafte und lebensnahe Betrachtung seines Themas!

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