Joker

Im Jahre 1981 verdingt sichder glücklose Arthur Fleck (Joaquin Phienix) in Gotham City als Clown auf der Straße mit Werbeschildern und pflegt seine Mutter Penny (Frances Conroy). Flecks mehr und mehr vortretende Geisteskrankheit steigert sich durch die Einnahme von Psychopharmaka und zahlreiche Demütigungen – un nimmt unfassbare Züge an als ihm eine Waffe in die Hände fällt …

Die Figur des Jokers ist endlos oft auf der Leinwand gewesen und hat dennoch keine richtige Geschichte. Nun versucht sich Todd Phillips daran, wobei das Skript fast auch ohne die „Batman“ Bezüge bestehen kann: es erzählt von einem traurigen, dabei aber psychisch labilen Mann dem durch schlimme Umstände mehr und mehr der Verstand abhanden kommt. Das der Film gefährlich ist und Amokläufer inspirieren kann schätze ich nicht, er gibt allerdings ein sehr glaubhaftes und plausibles Bild davon ab wie sich ein mehr und mehr unterdrückter Mensch letztlich in Gewalt flüchtet und diese als letzte Möglichkeit einsetzt. Ansonsten ist dieser Film in einer sehr eigenen und passenden Stimmung erzählt und zeigt Joaquin Phoenix in einer absolut großartig gespielten Rolle. Die Bezüge zur Batman Materie sind zwar dar, ich hoffe trotzdem das dieser Film einzeln und für sich bleibt und nicht nur die nächste Kinoserie einläuten soll.

Fazit: Funktioniert als Psychodrama ebenso wie als krasse Gesellschaftssatire und ist dabei keine Unterhaltung, sondern manchmal sehr unangenehm zum Anschauen.

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=Hc5vrTSBABQ

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