Lieber Antoine als gar keinen Ärger

Die Kommissarin Yvonne (Adèle Haenel) erfährt daß ihr verstorbener Mann Santi (Vincent Elbaz) korrupt war und unter anderem den unschuldigen Antoine (Pio Marmai) für acht Jahre ins Gefängnis gebracht hat. Also heftet sich Yvonne an Antoines Fersen und sucht nach einem Weg die Schande wieder gut zu machen …

In diesem Falle hatte ich das Gefühl einen Film zu schauen der auf einem frühen Drehbuchentwurf basiert in dem noch nichts passend abgewogen und aufeinander abgestimmt ist. Das würde mir zumindest das finale Machwerk irgendwie erklären: die Story in der eine gutmütige Polizistin versucht die Sünden ihres Mannes zu korrigieren könnte für ein Drama, eine Komödie oder einen Thriller herhalten. Dieser Film hat aber Elemente von allem die in keinster Weise ausgeglichen sind: da liefert ein Mörder Körperteile bei der Polizei ab und der Beamte schickt ihn wiederholt weg, da laufen Beamte bei dem Weg zu einem Einsatz wie Idioten durch eine Absperrung, da wird die Backstory einer Figur in Form eines Exploitation Clips geschildert und da bekommt man eine Figur wie den titelgebenden Antoine bei dem man nicht weiß ob man ihn mögen, verachten oder ihm verzeihen soll. Hauptfigur Yvonne ist indes zwar sehr mögenswert, aber während sie im Minutentakt zwischen zwei Figuren pendelt weiß´man obendrein nicht ob sie noch sauber tickt wenn sie Antoine eigentlich helfen will, ihm dann aber bei einem Autodiebstahl und einem Überfall zur Hand geht, ebenso wenig warum eine Frau nicht schreit wenn ihr Ex nachts in einem Teufelskostüm in ihrem Zimmer auftaucht … am Ende habe ich den Film regelrecht beleidigt verlassen. Und versuche garnicht erst sachlich zu schreiben.

Fazit: Absurder Mix aus allen Genres der dem Zuschauer eine regelrechte Tortur beschert.

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