Spielmacher

Durch kriminelle Machenschaften hat sich Ivo den Traumeeiner Karriere als Fußballer (Frederick Lau) verdorben. Dann aber plant er Nachwuchskicker Lukas (Mateo Wansing Lorrio) zu fördern und landet obendrein bei dessen Mutter Vera (Antje Traue). Allerdings wird seine kriminelle Vergangenheit zum Problem …

Bei Filmen die ind er deutschen „Unterwelt“ spielen erlaube ich mir von Anfang an immer eine sehr hohe Skepsis, weil ich befürchte daß diese versuchen amerikanische Vorbilder abzubilden und dabei extrem überhöht geraten und dabei die Glaubwürdigkeit verloren geht. Dies stellt keinen solchen Fall da: Frederik Lau gibt mit bewusst gebremstem Spiel einen Ex-Fußballer der nach schlimmer Vergangenheit aus dem Gefängnis kommt, in die Glücksspielszene gerät und gleichzeitig sein dortiges Gangsterleben wie auch die Freundschaft zu einem jungen Spieler und die Beziehung zu dessen Mutter geregelt bekommen muß. Dabei fällt das Ergebnis bemerkenswert stimmig aus: der Strudel an Konsequenzen der hier losgetreten wird ist durchweg plausibel, wird in langsamem, aber nicht langweiligem Tempo berichtet und mit Oliver Massuci hat der Film einen wunderbaren Antagonisten der gleichzeitig grundböse wie hoch charismatisch erscheint. Deusches Kino wie es selten daher kommt: spannend, aufs Nötigste reduziert und auf eine gewisse Weise sogar sehr menschlich.

Fazit: Mag ein paar Klischees enthalten, ergibt aber einen stimmigen, spannenden und kraftvollen Film!

Rating: ★★★★☆

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