Greta

Frances (Chloe Grace Moretz) findet eine Handtasche und bringt sie der Klavierlehrerin Greta (Isabelle Huppert) zurück. Daraus entspringt schnell eine Freundschaft – allerdings entdeckt Frances schnell daß Greta mehr und mehr aufdringlich wird …

Kreuzbraver Normalo wird von fiesem Psychopathen drangsaliert: ein fast schon klassischer Plot der in vielen populären Formen umgesetzt wurde, meine populärste Version ist wohl „Weiblich, ledig, jung sucht …“ mit Bridget Fonda aus den 90er Jahren. In dieser neuen Version ist es eine junge Kellnerin der eine zurück gebrachte Handtasche zum Verhängnis wird durch welches sie eine bösartige, aufdringliche und nach Nähe suchende Irre am Hals hat. Dabei legt der Film trotz ruhiger Erzählweise ein extremes Tempo an den Tag und enthüllt seine gestörte Hauptfigur bereits nach zwanzig Minuten. Ab da befindet man sich in einem Titel der schwer vorherzusagen ist weil er sich zwar auf einem vertrauten Terrain bewegt, dabei aber regelmäßig typische Tropen verweigert und sich zum Ende hin glatt in einen ganz anderen Film verwandelt. Die Figuren sind dabei etwas schlicht gehalten, die grundböse Irre auf der einen und die grundgute Heldin auf der anderen Seite, ebenso mag man bei genauem Hinsehen ein paar Logikfehler und Unwahrscheinlichkeiten aufdecken. Trotzdem mindert das nicht wirklich den Spaß an anderthalb Stunden überschaubarem, aber eben doch sehr spannend geratenem Thrillerkino.

Fazit: Klein, effektiv und passend – erfreulich ruhig gehaltener Psychoterror!

Rating: ★★★★☆

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