Willkommen in Marwen

Mark Hogenkamp (Steve Carell) wird von fünf Teenagern verprügelt und liegt im Koma. Nach dem Zwischenfall hat er einen schweren Gedächtnisverlust und kann nicht mehr in sein normales Leben zurückkehren. Als Selbsttherapie baut er sich in seinem Garten ein Dorf und errichtet sich eine Phantasiewelt um darin zu genesen …

Bei diesem Film sah ich den Trailer ungefähr ein halbes Jahr im voraus und war unglaublich begeistert. Deswegen war es schade dass der deutsche Stare erstmal um 2 Monate verschoben wurde und jetzt erweist sich der Film in den USA als Kassengift und kommt auch hier nur klein und unscheinbar raus. Vielleicht liegt das daran dass der Film zwei Genres verbindet die vielleicht nicht jedem so in dieser Kombination gefallen: zum einen ist es ein Drama um einen verletzten Mann der sich von seiner traumatischen Erfahrung schrittweise erholt, auf der anderen Seite ist es ein Puppen Actionfilm der die Fantasiewelt des leidenden Mannes nachstellt. Fantasie lässt sich nicht in eine Filmdramaturgie packen deswegen ist es für mich nicht ungewöhnlich dass die Fantasie in Extreme gehen, auch mal Gewalt und sonstige Gags enthalten. Aber beim Zuschauer der ein Drama will dürften die Puppen Parts zu laut sein, wer allerdings auf Puppen Action steht könnte durch das dann recht langsam mit Drama ausgebremst werden. Obendrein geben die Figuren, so technisch perfekt sie auch sind keine wirklichen Emotionen ab weswegen sie einem gerade in der dramaturgischen Wirkung relativ unbeeindruckt lassen. Am Ende kann man mit dem Film aber denn noch viel anfangen da er gut gespielt ist und im Kern die richtige Botschaft trägt.

Fazit: Eigensinnige Mischung die nicht jedem passen dürfte aber wer einen Zugang findet kann einen sehr emotionalen Film sehen

Rating: ★★★★☆

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