Captain Marvel

In den 90er Jahren kommt die Pilotin Carol Danvers (Brie Larson) in Berührung mit außerirdischer DNA und entwickelt übermenschliche Kräfte – so daß sie die Erde verlässt und sich auf dem Planeten Hala einer Elite-Militäreinheit der Kree anschließt Sie kehrt zurück zur Erde als die außerirdische Rasse der Skrull unter Führung des skrupellosen Talos (Ben Mendelsohn) die Erde attackiert …

Kann diesem Film auch nur ansatzweise irgendeine Relevanz zukommen? Eigentlich nicht: am Ende von Infinity War wurde Captain Marvel mit einem Insider Gag angekündigt, im weniger als zwei Monate später folgendenden „Endgame“ wird Captain Marvel dann vermutlich zur entscheidenden Figur im Kampf gegen die „Infinity War“ Katastrophe – nun muß die Figur allerdings noch ausgefleischt und auserzählt werden und daher gibt’s hier einen vollständigen Film dazu. Letztlich ist dies eine in ein enges Korsett geschnürte Origin Story die zwar einerseits für sich selbst stehen mag, aber andererseits an etlichen Stellen die Insidler liefern oder vorbereiten muß. Im Rahmen der Möglichkeiten fällt der Film dann aber doch überraschend zufriedenstellend aus: technisch ist er etwas kleiner als viele seiner Artgenossen, aber gerade dadurch mal etwas angenehmer und deutlich ohne schweren Bombast und Ballast. Die Figur der Carol Danvers ist sehr zurückhaltend, ohne Ecken und Kanten was sie zwar etwas bleicher, aber auch ganz angenehm macht, Samuel L. Jackson ist in vollem Comedy Modus und auch digital wunderbar verjüngt und abgesehen vom etwas überladenen Showdown wird auch mit der Action nicht übertrieben. Der Umstand daß der Film nur ein wegbereiter ist und das ganze Thema restlos übersättigt ist … das muß man ja nicht diesem hier vorwerfen.

Fazit: Reiht sich zwar ins große Ganze ein und hat nichts was man nicht schon kennt, fällt für sich genommen denoch angenehm und kurzweilig aus.

Rating: ★★★★☆

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