Die Frau, die vorausgeht

Die Witwe Catherine Weldon (Jessica Chastain) reist von New York nach North Dakota, um ein Porträt des legendären Sioux-Stammeshäuptlings Sitting Bull (Michael Greyeyes) anzufertigen. Mit ihrer ungewöhnlich selbstbewussten Einstellung eckt sie jedoch überall ab, vor allem bei Colonel Groves (Sam Rockwell). Dieser ist auch beschäftigt die letzten Ureinwohner zu verjagen während Sitting Bull und Catherine sich langsam anfreunden …

Ein Western der ruhigeren Art – klar wird hier auch geschossen und es kommen ganze Mannsbilder und Indianer vor, doch es liegt der Fokus auf einer anderen Sache die in jedem anderen Setting ebenso gut funktionieren könnte: der Begegnung zweier Fremder die sich aufgrund ihrer Unterschiede natürlich nicht leiden können, aber dann doch schrittweise annähern und eine Verbindung bringen. Diese altbekannte Mär wird von der großartigen Jessica Chastain wundervoll „getragen“ und vermittelt, dazu wird die Landschaft manchmal wie in einem alten Marlboro Werbespot abgelichtet und gefilmt. Leider kann ich (wie so oft) Fiktion nicht von Realität trennen, ich weiß nicht genau wo reale Ereignisse nachgestellt und korrekt aufgeführt werden und wo die Fiktion das alles dramaturgisch etwas aufpoliert. Trotzdem ergibt der Film für mich einen schön eingefangenen, emotionalen und gut abgefilmten Western – nicht jedermanns Sache, aber einen Versuch wert.

Fazit: Ruhiger Redewestern mit schönen Landschaften und oscarschwerer Starbesetzung!

Rating: ★★★★☆

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