Der Junge muß an die frische Luft

Der neunjährige Hans-Peter (Julius Weckauf) entdeckt 1972 sein großes Talent andere zum lachen zu bringen und tobt sich bei seiner fröhlichen Verwandtschaft immer weiter aus. Als dann aber seine Mutter Margret (Luise Heyer) nach einer OP immer mehr in Depressionen abdriftet hat er noch mehr Motivation …

Nach „Ich bin dann mal weg“ ein weiterer Film der sich mit dem Leben von Hape Kerkeling befasst, diesmal geht es um die Jugendjahre, genau genommen die Zeit Anfang der siebziger in denen das Leben des dort etwa 10 jährigen Hans-Peter durch einige grausame Schicksalsschläge durchgerüttelt wurde und wie er dabei seinen Humor als Waffe gegen die grausame Realität entdeckt und verwendet. Der Film ist indes überaus plotarm, aber das ist das wahre Leben meist. Dafür ist er eine große Liebeserklärung: an die Familie Kerkelings, eine handvoll feierwütiger, fröhlicher Arbeitergestalten die irgendwie alle auf ihre Weise sich im guten abmühen, ebenso ein aufarbeiten von tragischen Momenten und dem durchleben. Der Film hält erzählerisch zwar inne wenn er z.B. eine Beerdigung lange zeigt, greift aber den unfassbaren Kummer exakt auf und vermittelt ihn fast zu gut an den Zuschauer. Und es ist ein toller Darstellerfilm bei dem insbesondere der kleine Julius Weckauf in begeisternder Form aufspielt und die Zuschauerherzen für sich gewinnt. Vielleicht auch weil der Film nicht mit Gewalt darauf pocht daß hier eine Kerkeling Geschichte erzählt wird sondern die Hauptfigur für sich alleine steht.

Fazit: Trauriger Film mit lustigen Momenten und lebensechten Darstellern – absolut emotional und glaubwürdig!

Rating: ★★★★☆

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