Der Vorname

Stephan (Christoph Maria Herbst) und seine Frau Elisabeth (Caroline Peters) laden zu einem Abendessen in ihrem Haus ein zu dem René (Justus von Dohnányi) und Thomas (Florian David Fitz) und dessen schwangere Freundin Anna (Janina Uhse) erscheinen. Die werdenden Eltern bringen aber Unfrieden in die Runde als sie verkünden daß sie ihr Kind Adolf nennen möchten …

Dies ist wohl ein Remake eines französischen Films der auf einem Theaterstück basiert – das legt schon mal fest daß man keine wirkliche Bilderflut erwarten kann. Es ist wirklich ein Film der nahezu komplett an einem Abend in einer einzigen Wohnung spielt und einen anderthalb stündigen Dauerdialog zwischen fünf Figuren beinhaltet. Dabei ist die titelgebende Namensdiskussion garnicht das einzige Thema, sondern lediglich ein Funke an dem sich all der Frust aller Personen entlädt, und so kommen über den ganzen Film stetig weitere Punkte auf – und jeder hat irgendwas was ihn an den anderen stört und diese Dinge werden dann hemmungslos rausgelassen. Das wird verkörpert von einer ganzen Armada an großartigen Darstellern die mit ansteckender Spielfreude agieren und geschliffene Dialoge ohne Ende bringen. Letztlich ist dies ein Film in dem einfach mal ein paar Hauptfiguren alle Masken fallen lassen und volle Lotte alles rauslassen – ich finde es schade daß das Namensthema nur ein Teil des Ganzen ist, hatte aber bis zur letzten Minute immensen Spaß daran.

Fazit: Pointierte Dialoge, bissige Spitzen und ganz viel Gelächter!
Rating: ★★★★☆

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