Das schweigende Klassenzimmer

Die aus der DDR stammenden Abiturienten Theo (Leonard Scheicher) und Kurt (Tom Gramenz) sehen in einem Kino in Westberlin Bilder vom niedergeschlagenen Volksaufstand in Budapest. Mit ihren Mitschülern Lena (Anna Lena Klemke), Paul (Isaiah Michaelski) und Erik (Jonas Dassler) beschließen sie im Unterricht eine Schweigeminute für die Opfer einzulegen. Die harmlose Aktion hat ungeahnte Folgen …

Das ist natürlich ein Titel den man aus der heutigen Zeit nahezu ungläubig schaut: eine Handvoll Schüler zeigen freies Denken und begehen einen völlig harmlosen Protestakt der es aber nach sich zieht daß ihr ganzes Leben den Bach runtergeht und in furchtbaren Folgen für alle Enden könnte. So dramatisch die Lage auch für die Figuren sit, so unscheinbar ist der Film, zumindest in seiner Aufmachung. So gesehen gibt’s ja kaum mehr als eine Handvoll Jugendlicher die in größtenteils Klassenzimmerszenen oder auch in kleinen Hinterkammern reden. Aber es ist eine unglaubliche Bedrohung in der Luft und der Druck lastet mehr und mehr auf den Figuren – und wird für die Zuschauer ebenso langsam spürbar. Die unglaublichen Folgen einer kleinen Geste resultieren in einem hoch spannenden Drama das noch dadurch verstärkt wird daß es eine wahre Geschichte ist.

Fazit: Schülerdrama das zum Polithriller wird – sehr hart und mit stetig steigender Spannung!

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