Ballon

Die Familien Strelzyk und Wetzel planen im Jahre 1979 die Flucht aus der DDR. Diese soll mittels einem selbst gebastelten Heißluftballon gelingen, scheitert aber kurz vor dem Ziel. Fortan müssen einerseits ihre Spuren verwischen und im Stillen einen neuen Ballon bauen …

Endlich: Michael Bully Herbig macht mal einen ernsthaften Film. Darauf habe ich mich sehr gefreut, einfach weil ich seine bisherigen Werke auch immer unter dem handwerklichen Aspekt gesehen habe und ihn für einen der fähigsten deutschen Regisseure halte. Einer der hier auch großartiges Material zur Verfügung hat: Die Story ist eigentlich recht schlicht, zwei Familien unternehmen zwei Fluchtversuche, aber daraus resultieren Unmengen an Spannungsmomenten: die Paranoia, die Belastung, die Bedrohung und die Angst der Familien davor entdeckt zu werden reicht alleine schon um trotz des bekannten Ausgangs die Spannung hochzujubeln. Negativ fallen ein paar schlechte Effekte auf (das Berlin der damaligen Zeit sieht mitunter etwas klobig aus) und eine sehr plump eingesetzte Traumsequenz, aber das ist jammern auf hohem Niveau. Anonsten hat man eine bewegende Geschichte, sympathische und engageirte Darsteller und eben das Ausloten von Spannung überall wo es geht – und definitiv ganz großes deutsches Kino,

Fazit: Spannungskino vom Feinsten, dazu eine Würdigung des unglaublcihen Muts zweier Familien!

Rating: ★★★★★

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