The Hate U give

Die 16-jährige Starr Carter (Amandla Stenberg) stammt aus einer ärmlichen Wohngegend und besucht eine Privatschule für privilegierte Schüler. Dann muß sie sehen wie ihr bester Freund Khalil (Algee Smith) von einem Polizisten erschossen wird – und ihre Welt gerät aus dem Gleichgewicht …

Ich konnte den Film vier Monate vor Kinostart im Rahmen einer Aktion gegen Fremdenhass schauen und dafür hätte er kaum passender sein können; obendrein basiert er auf einem Buch das ich aber nicht gelesen habe. Deswegen konnte ich mich recht unvorbelastet darauf einlassen und wußte eigentlich nichts, außer eben der Wendung mit der die Handlung in Gang setzt. Und war mehr als geflasht: gut, das Ding ist 132 Minuten an und fühlte sich stellenweise wie ein fünf Stunden Streifen an, nicht wegen Langeweile sondern weil einfach jedes Zeitgefühl verloren ging. Nach dieser Zeit nahm ich aber einiges an Diskussionsmaterial mit und einiges an Gedanken, vor allem aber ein Fazit: es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern jede Menge verschiedene und plausible Standpunkte. D.h. jede der Figuren hat nachvollziehbare Gründe und Sichtweisen die in fast unerträglicher Weise auf die Hauptfigur zustürzen die sich zwischen allen Fronten wiederfindet. Das emotionale und redereiche Drama wird dann zum Ende relativ actionlastig und laut, findet aber zum Ende eine großartige Szene in der eine Krisensiatuation unglaublich gut gelöst wird – das alleine hängt lange nach. Wie auch die großartigen Darsteller die ungemein lebenswecht daherkommen. Ob der Film zum Start die entsprechende Aufmerksamkeit bekommt weiß ich nicht – es ist aber definitiv zu hoffen.

Fazit: Emotional, vielschichtig und stellenweise wirklich krass – läßt einen nicht kalt!

Rating: ★★★★★

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