Destination Wedding

Frank (Keanu Reeves) und Lindsay (Winona Ryder) treffen am Flughafen aufeinander und können sich vom ersten Moment an nicht leiden. Leider stellt sich heraus daß sie das gleiche Ziel haben, die Hochzeit von Franks Bruder. Da sie dort beide nicht hinwollen und eigentlich mit keinem dort reden können bilden sie eine Zweckgemeinschaft bei der schon bald unerwartete Gefühle aufkeimen …

So vieles richtig gemacht, trotzdem hinterläßt das fertige Resultat einen sehr schalen Nachgeschmack: zwei fremde lernen sich kennen und müssen unter nervigen Umständen ein Wochenende miteinander verbringen, das ist eine altbekannte Story, erst recht wenn die beiden Streithähne im Laufe des ganzen Gefühle füreinander entdecken. Diese Schlacht der Geschlechter wird dann im epischen Dialogen ausgetragen, die Kontrahenten sind mit Keanu Reeves und Winona Ryder auch ansprechend besetzt. Leider ist das Umfeld trist, die beiden Figuren wirken selbst in geselligen Runden wie isoliert und die Dialoge sind wie aus dem wahren Leben, das heißt aber auch das sie mitunter sehr unzusammenhängend sind und eine Aussage hier wieder zu einem ganz anderne Thema führt und man nachher fast schon unsicher ist worüber überhaupt geredet wurde. Und auch wenn die Figuren viel über sich reden kommen sie einem nicht wirklich nahe: wenn Keanu Reeves eine sehr sperrige Vorgeschichte erzählt, die darin erwähnten Figuren auftauchen und die Geschichten dann aber schon wieder hinfällig sind. Deswegen: trotz einer Laufzet von nur 80 Minuten ist der Film anstrengend, und der schmale Grat auf dem er wandelt zwischen amüsant und nervig wird mehrfach in beide Richtungen überschritten.

Fazit: Redselige Romanze ohne viele Schauplätze, mit aber einigen verbalen Volltreffern

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