Sicario 2

Vor zwei Jahren machten FBI-Agent Matt Graver (Josh Brolin) und Auftragskiller Alejandro (Benicio Del Toro) bei einem Einsatz gemeinsame Sache und sind nun erneut an der amerikanisch-mexikanischen Grenze unterwegs. Alejandro soll dort mit gezielten Anschlägen einen Krieg der Kartelle auslösen …

Ich kann da manchmal schon unterscheiden: es gibt Filme die ich nicht mag, aber sehr wohl respektieren kann, dazu zählt ach der erste „Sicario“ Film. Mit der herzlosen Geschichte und der Jagd auf Drogenkartelle und dem krassen Schluß konnte ich nicht so viel anfangen, konnte aber die ruppige Inszenierung und die Schonungslosigkeit wertschätzen. Trotzdem war ich nicht wirklich scharf auf einen zweiten Teil – aber gut, hier ist er nun. Dabei müssen zwei Verluste in Kauf genommen werden: Emily Blunt ist nicht mehr dabei, womit dem Film wirklich keine moralische Figur mehr zur Seite steht, außerdem hat Regiewunderkind Denis Villeneuve Platz gemacht (Eigentlich war er wohl noch an Blade Runner 2049 beschäftigt). Aber trotzdem kommt ein Film raus der wie aus einem Guss ist und ein nahtloses Squel von Teil 1 ergibt, wobei er weniger die Story aufgreift sondern nur die Figuren. Heißt, im vertrauen Look geht es um den Krieg der Amerikaner gegen die Drogenkartelle und eine brutale Mission die furchtbar schief läuft und diverse Konsequenzen nach sich zieht. Auch wenn vieles dabei auf vertrauten Storypfaden läuft funktioniert die Geschichte erstklassig: die Gewalt ist hoch, die Stimmung ist deprimierend und alles läuft auf eine fette Schlußpointe raus die sich der Film dann selber ruiniert. Aber größtes Lob für die Action: die ist nicht laut, unterhaltsam und fröhlich, sondern häßlich, scheußlich und abschreckend!

Fazit: Der Schlußtwist wertet den Film stark ab, ansonsten ist es eine krasse Adrenalinbombe und depressives Thrillerkino in Reinkultur!

 

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