Demolition – Lieben und Leben

Das perfekte Leben des Bankers Davis Mitchell (Jake Gyllenhaal) endet brutal als seine Frau bei einem Autounfall ums Leben kommt. In diesem Schockzustand kommt niemand mehr an ihn ran, auch sein Schwiegervaters Phil (Chris Cooper) nicht. Davis beginnt damit Beschwerdebriefe an Firmen zu schicken wodurch er an Karen Moreno (Naomi Watts) gerät …

Bei diesem Film habe ich die Verbreitung in Deutschland nicht völlig verstanden: er lief regulär, aber wenig beachtet im Kino und erschien dann nicht in den üblichen Verbreitungswegen (zb: DVD On Demand Diensten); ich konnte ihn nun auf amazon nachholen. War die längere Wartezeit darauf es wert? Durchaus. Weil ich einen Film zu sehen bekam der nicht den zu erwartenden Weg nahm: ein Mann verliert seine Frau und trauert, findet einen merkwürdigen therapeutischen Ansat darin zu zerstören und zerlegt sein glänzendes, aber hohles Leben und seine Umfeld und knüpft eine nette Freundschaft mit einer Frau von einer Beschwerdehotline. Das alles in einem Film der die Stimmungen ständig wechselt, auf tieftraurige Momente folgen unverständlich lustige Augenblicke und manchmal völliger purer Wahnsinn. Gylenhaal trägt das alles, schreitet durch dieses filmische Wechselbad der Gefühle und obwohl man nie wirklich versteht wer er eigentlich ist und was ihn ihm vorgeht berührt einen das was er tut. Als normales Drama würde ich den Film nicht empfehlen, als jemand der mal etwas schauen möchte das vom gewohnten abweicht kann mans definitiv mal probieren.

Fazit: Emotional, absurd lustig und nicht immer griffig – hochemotionaler Film der nicht kalt lässt!

Rating: ★★★★☆

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