Alex Strangelove

Alex Truelove (Daniel Doheny) hat alles was er sich wünschen kann: eine gut laufende Schaulaufbahn, eine wundervolle Freundin (Madeline Weinstein) und eine strahlende Zukunft vor sich. Allerdings ist er noch Jungfrau – und bekommt ausgerechnet beim schwulen Mitschüler Elliot (Antonio Marziale) unerwartete Hilfe …

Eine fast merkwürdig getimte Veröffentlichung: der Film erscheint auf Netflix gut drei Wochen bevor der Film „Love, Simon“ im Kino erscheint, die haben zwar nichts miteinander zu tun, aber eben doch ein im weitesten Sinne ähnliches Thmea; und dadurch wird verdeutlicht worin die Unterschiede zwischen einem füs Kino und einem fürs Streaming gedrehten Film liegen. Bei dieser „unsicherer Junge entdeckt seine Homosexualität“ Story sind keine bekannten Stars dabei und der Film fährt Geschütze auf aus den Untiefen der High-School Komödie; etwa eine epische Kotzszene und überhaupt das erste Mal als Hauptthema, ist aber in einem Punkt herausragend: beim auslassen von Bewertungen. Die Hauptfigur ist im Taumel ob sie hetero, homo oder bisexuel ist, das wird sogar sehr schön mittels einer Frühstücksszene dargestellt, aber es gibt zu keinem Zeitpunkt etwas wertendes, etwa das eines davon falsch wäre (wie es früher sicherlich der Fall gewesen wäre). Insgesamt ist der Film wohl etwas im Mittelfeld: etwas zu lau für ein Drama und nicht wirklich so lustig wie eine Komödie, aber am Ende doch sympathisch und eben das was er ist: ein Streaming Titel der wenn er zur Verfügung steht bedenklos geschaut werden kann, den im Umkehrschluß aber keiner vermisst!

Fazit: Junge sucht seine sexuelle Ausrichtung – trotz Teeniefilm-Klischees im Kern mit viel Gefühl!

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