Steig. Nicht. Aus!

Der Berliner Bauunternehmer Karl Brendt (Wotan Wilke Möhring) will nur seine Kinder Josefine (Emily Kusche) und Marius (Carlo Thoma) bei der Schule absetzen, erhält jedoch auf dem Weg einen Anruf daß sich eine Bombe im Wagen befindet die explodiert wenn jemand aussteigt. Karl ist nun auf einen Unbekannten angewiesen der ihn für eigene Zwecke benutzen will …

Ein deutscher Thriller mit sehr interessanten Vorzeichen, da er von Regisseur Christian Alvart ist. Der hat mit „Fall 39“ und „Pandorum“ sogar Hollywood-Erfahrung, außerdem drehte er bereits mit Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring den Thriller „Antikörper“ den ich bis heute für einen der besten deutschen Thriller halte. Und auch hier hat das Gespann zwei schweißtreibende Kinostunden abgeliefert: klar, viele der Versatzstücke sind bekannt und nur geschickt zusammengeschraubt, etwa die Bombe im Fahrzeug die an „Speed“ erinnert, oder aber die ganze Grundsituation die an „Nicht auflegen“ mit Colin Farrell verweist. Ebenso mag es die ein oder andere Klischeefigur geben und diverse unlogische Momente – aber es stört auch ebensowenig. Wenn man sich drauf einläßt kann der Stress der Hauptfigur für den Zuschauer geradezu körperlich spürbar werden. Obendrein punktet der Film mit einer grandiosen Kameraarbeit, verliert nur in der zweiten Hälfte wenn der Wagen zum Stillstand kommt deutlich an Tempo. Trotzdem zeigt er daß auch ein deutscher Film mit den richtigen Versatzstücken absolut kinoreife Hochspannung hinkriegen kann.

Fazit: Nicht wirklich in allen Belangen neu, aber sehr wohl knifflige und gut funktionierende Hochspannung!

Rating: ★★★★☆

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