Vielmachglas

Marleen (Jella Haase) jobt in einem Kino und lebt noch zu Hause, was zu stetigen Konflikten mit ihren Eltern Doris (Juliane Köhler) und Peter (Uwe Ochsenknecht) führt die sie an ihrem erfolgreichen Bruder Erik (Matthias Schweighöfer) messen. Nach einem schlimmen Vorfall reißt Marleen aus und beginnt mit dem Fotografen Ben (Marc Benjamin) und der durchgeknallten YouTuberin Zoë (Emma Drogunova) eine schräge Reise …

Jella Haase auf der Flucht vor Chantal: nach dem Ende der „Fack Ju Ghöte“ Filme veruscht Jella nun als seriöse Darstellerin anerkannt zu werden, machte ja bereits bei „4 Könige“ einen vielversprechenden Versuch. Ihre Rolle hier mag auch auf dem Papier toll ausgesehen haben: sie spielt eine sensible, in sich gekehrte junge Frau die nach einem traumatischen Vorfall in die Welt aufbricht um Abenteuer zu erleben. Leider strauchelt der Film dabei in fast allen Belangen: Haase spielt ihre Figur ohne tiefe und Seele, ist dabei zwar nicht affektiert oder arrogant, aber ebensowenig emotional und zum mitfühlen. Die Reiseerlebnisse sind ok, werden aber wie auf einer Strichliste schnell abgehakt und die Nebenfiguren sind ein regelrechtes Kabinett aus komischen Gestalten die völlig lieblos eingesetzt werden und sehr oft sehr unplanbar aus der Handlung verschwinden – da sieht eine stringente Erzählweise anders aus. Und der Film hatte scheinbar beim Dreh eine gute Drohne zur Hand und wechselt immer wieder in die Vogelperspektive, zeigt zu schöner Musik Autos die hübsche Landstraßen entlang fahren … das nervt irgendwann nur noch.

Fazit: Nicht unsympathisch und mit ein paar netten Momenten
Rating: ★★☆☆☆

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