One of these days

Bei der Werbekampagne eines Autohauses wird ein Truck verlost an denjenigen der am längsten seine Hand darauf lässt. Auch der Familienvater Kyle (Joe Cole) nimmt an der tagelangen Strapaze teil …

Das ist wohl die Grauzone zwischen faszinierend und spannend sowie lächerlich und absurd: zwanzig Menschen stehen bei sengender Hitze an einem Auto, halten die Hand dran und dürfen nicht aufgeben. Jeder hat seine eigenen Gründe, seine eigenen Motive und so sehr das auch als Spaß gedacht ist, desto mehr wird es zur psychischen und körperlichen Dauerbelastung. Das alles wird sehr anschaulich dargestellt, der Film geht dabei aber auch auf ein paar Nebenschauplätze und verliert dadurch den Fokus. Es rückt die Managerin der Veranstaltung ins Zentrum die man schnell erfasst hat: sie gibt der Welt ein Lächeln vor und ist im Keim eine traurige, unglückliche und einsame Person, daher sind Szenen die sie bei einem vergeigten Date zeigen eigentlich nicht nötig um das Klargemachte nochmal zu untermauern. Ebenso gipfelt der Film in einem ultrakrassen Finale das man so nicht kommen sieht, hängt dann aber nochmal quälende zwanzig Minuten hintendran in denen der Hintergrund und mache Umstände einer Figur nochmal etwas ausgeleuchtet werden. Dies ist dramaturgisch sehr merkwürdig konstruiert und echt schade, da der Film an sich vieles richtig macht und einen definitiv nicht kalt lässt.

Fazit: Hitzig wie das Umfeld in dem er spielt und schockierend in seinem Ende, verliert sich aber mehrfach in unnötig aufwendig präsentierten Nebenschauplätzen.
Rating: ★★★☆☆