Ammonite

Paläontologin Mary Anning (Kate Winslet) sucht im Jahre 1840 nach Fossilien um diese gewinnbringend zu verkaufen. In ihrer Geldnot läßt sie sich obendrein von, Roderick Murchison (James McArdle) engagieren um auf dessen Frau Charlotte (Saoirse Ronan) aufzupassen …

Saoirse Ronan und Kate Winslett sind Darstellerinnen die ich unabhängig voneinander schon in vielen sehr guten Filmen gesehen habe, wenn sie so wie hier aufeinander treffen hast das direkt mein Interesse. Die Story klingt dabei sehr schlicht: eine in sich gekehrte Fossiliensammlerin und ein juenge Frau die als Anhängsels ihres Ehegatten verdörrt kommen sich zu ungünstigen Zeiten und zu unpassenden Umständen näher. Dabei ist es der klassiche Verlauf daß die Beziehung stetig durch Blicke und Kleinigkeiten aufgebaut wird bevor sie sich in einer ausladenden Sexszene entlädt. Dazu gibt es eine menge Bilder wie die Frauen bei tristem Wetter an einem lauten Strand herumsitzen und Steine suchen – doch eigenartigerweise funktioniert das alles Bestens. Es ist insbesondere die spröde Figur von Winslett die einen fasziniert, die hinter ihrer gehärteten Fassade langsam anfängt Gefühle zu entwickeln. Ebenso ist die triste Inszenierung und die Trosstlosigkeit auf seine Weise sehr einvernehmend. Lediglich das Ende hätte aus meiner Sicht anders ausfallen können.

Fazit: Spröde, trist und mit zwei überragenden Darstellerinnen!

Rating: ★★★☆☆

The Many Saints of Newark

In Newark in den 1960er Jahren toben Rassenunruhen. Dabei geraten Schwarze und Italiener in den Konflikt. Als dann die Gangsterfamilien beider Seiten eingreifen wird die Lage blutig …

So was schaut man wenn man ein „Vervollständiger“ ist . Ich habe die Sopranos vorüber zehn Jahren einmal durchgeschau und mich danach nie wieder damit befasst, daher sind mir auch alle genauen Bezüge nach und anch entfallen. Auf einen Film der die Jugend von Tony Soprano und der andern Charaktere zeigt habe ich nicht gewartet, aber ich schaue mir auch sowas gerne an. Und kann aus zwei Blickwinkeln drauf schauen: als Ergänzung zur Serie habe ich ihn nicht gebraucht. Es sind ein paar Ergänzungen zu Figuren die man halt kennt, einige Querverweise und Anspielungen auf die Serie welche bei Fans sicherlich eine gewisse Begeisterung auslösen können. Auf der anderen Seite ist es eben ein typischer Mafia Gangsterfilm, was ein Blick in eine Zeit und in ein Leben ist an dem ich niemals irgendeinen Anteil hatte oder zu dem ich irgendeinen Bezug hinkriege. Daher geht der Film klar, da er kurzweilig ist und ein paar spannende Momente hat, als großees Reviewal des Sopranos Thema habe ich ihn allerdings nicht erlebt,

Fazit: Solider Nachklapp einer populären Show ohne Highlights oder Durchhänger!

Rating: ★★★☆☆

Lamb

Die Schafzüchter Maria (Noomi Rapace) und Ingvar (Hilmir Snær Guðnason) wünschen sich Nachwuchs – und finden plötzlich ein Kind auf ihrem Hof. Dieses ist aber halb Mensch, halb Schaf …

Der erfolgreichste Film den es bislang aus Island gab und hier lief er nur beiläufig. Ich hatte keine Chance ihn auf dem Fantasy Film fest zu schauen, aber kann sehr gut verstehen daß er da hingehört. Ich glaube, für die breite Masse die gerne einen Horrorfilm sehen möchte ist der Titel zu trist und zu langsam. Wenn msn sich auf die absurde Grundlage einlassen kann entfacht der Film dann aber doch einen Sog und eine sich zuziehende Atmosphäre des Unwohlseins. Entscheidend ist dabei wohl ob man den Trailer kennt, da ein einziger Shot aus dem Film den Trailer spoilern kann. Am Ende ist dies kein „schöner“ Film, aber ein faszinierender mit unvorhersehbarem Verlauf Wenn man den Ansatz aber als Blödsinn empfindet kann man halt nich viel daraus mitnehmen.

Fazit: Faszinierende Horrorfabel, etwas eigent und gewollt trist inszeniert.

Rating: ★★★☆☆