The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt

Loretta Sage (Sandra Bullock) lebt vom Verfassen von Abenteuerromanen obwohl sie selber eher zurückgezogen lebt. Dabei gilt Alan (Channing Tatum) stets als Hauptfigur ihrer Geschichten. Als der Milliardär Fairfax (Daniel Radcliffe) Loretta entführt muß Alan veruschen sie zu retten …

Auf diesen Film habe ich mich seit Erscheinen des Trailers echt gefreut, war mir dabei aber sicher dass er nicht besonders gut werden kann. Es stellt für mich einen Genremix da der sich zwar nicht komplett widerspricht, aber sich oftmals in die Quere kommt. Wir haben hier zwei Großstädter die ungewollt im Dschungel landen und sich durch diverse Schwierigkeiten durchkämpfen. Wenn man solche lebensbedrohliche Situationen ernsthaft darstellen würde wären sie nicht so leicht und lustig wie es der Film gerne macht, wenn sie aber dann eben so entsprechend harmlos präsentiert werden kommt für mich nicht die richtige Spannung auf. Der Film setzt seinen Schwerpunkt aber eben auf den Humor und insbesondere auf Channing Tatums Figur und macht damit alles richtig: seine Figur ist durchweg doof, dabei aber herzlich, witzig und hat das Herz am rechten Fleck. Was mir allerdings übel aufgestoßen ist ist der Look des Films, da wie bei so vielen anderen Verwandten keine Szene wirklich abseits eines Setsentstanden zu sein scheint und man mehr als einmal den digitalen künstlichen Look sieht. Man muss sich daran aber nicht wirklich stören: der Film ist leicht verdaulich relativ schnell wieder aus dem Kopf verschwunden, liefert aber kurzweilige Unterhaltung und hat obendrein einige unfassbar gut sitzende einzelne Gags die es alleine wert sind nicht zuletzt dank dem grossartigen Cameo von Brad Pitt.

Fazit: Kurzweilig, ultra witzig und mit perfekten Gags wenngleich auch relativ seicht und oberflächlich

Rating: ★★★☆☆

Catweazle

Hexenmeister Catweazle (Otto Waalkes) flieht im Jahr 1066 vor den Normannen und landet durch einen mißglückten Zauberspruch in der heutigen Welt.Der kleine Benny (Julius Weckauf) wird jedoch zu seinem Verbündeten …

ich kann hier leider nichts über die Werkstreue sagen, da ich die Originalserie nie gesehen habe und in dieser Filmversion dominiert natürlich der Humor von Otto. Ich glaube nicht, dass der Catweazle der alten Serie so sehr an Otto Waalkes angelehnt war und dass dies hier eine reine Otto-show istt, aber es hat schon andere Filme und extremer Ausbrüche des Ostfriesen gegeben Ansonsten gibt es hier eine kindergerechte Zeitreisestory in der mich eine Person wieder unglaublich begeistert, nämlich Julius Weckauf. Der hat hier eine eher zurückgefahrene Rolle, macht aber auch dieses mit Charme, Können und Bravour. Ansonsten sind weitere Darsteller wie Katja Riemann oder Henning Baum dabei womit der Film durchweg gut besetzt ist. Handwerklich ist der für deutsche Verhältnisse auch ordentlich umgesetzt mdie Frage ist nur ob das hier anvisierte, heutige Publikum mit dem größtenteils auf Otto gerichteten Humor umgehen kann ( obei konnte es bei den „Hilfe ich habe meine Freunde geschrumpft „Filmen ja auch ging). Deswegen ist dies sicherlich nicht das Highlight von Ottos Filmkarriere und auch nicht das Meisterwerk deutschen Filmschaffens, aber sehr wohl kurzweilige, solide gemachte und vergnügliche Unterhaltung.

Fazit: Weniger ein Remake der alten Serie mehr eine wunderbare Bühne auf der Otto sich noch einmal richtig austobt

Rating: ★★★☆☆

Generation Beziehungsunfähig

Tim (Frederick Lau) flirtet gerne, läßt due Damen aber immer links liegen. Dann aber trifft er Ghost (Luise Heyer), die ähnlich vorgeht. Als aber Tim mehr möchte wird es kompliziert …

Der Trailer versprach bereits eine Sache die mir den Film sehr attraktiv machte: er spielt in Köln und zeigt viele, markante Orte. Das ist zwar nicht das Thema, aber ein Begleitaspekt der mir und bestimmt auch anderen ortskundigen Zuschauern Spaß bringen kann. Das Kernthema ist die Beziehungsunfähigkeit der heutigen jungen Menschen, da fühle ich mich nicht mehr ganz zugeordnet weil ich in meiner Single-phase Tinder knapp verpasst habe und auch seit vielen Jahren verheiratet bin. Natürlich kenne ich die Probleme einen Partner zu finden und auch Schwierigkeiten mit Bindungsängsten, aber ich bin in dem Thema so nicht mehr drin und diese Geschichte ist eine Zusammenstellung von typischen Situationen, die fast handlungsfrei einander gebunden werden. Warum die weibliche Hauptfigur so bindungsscheu ist wird nie erklärt, wir beobachten einfach den männlichen Protagonisten wie er diverse beziehungstechnische Situationen erlebt und durchläuft,von denen viele extrem lebensecht wirken. Gerade dadurch dass es keine wirkliche Story gibt sondern nur Szenen hat man wirklich den Eindruck Bilder aus dem wahren Leben zu sehen. Das führt zwar nicht wirklich irgendwo hin, zeigt aber durchaus einige interessante und spannende Facetten. Ich kann mich inhaltlich nicht mehr mit dem Ganzen identifizieren, mag den Film aber für seinen Humor seine Kurzweiligkeit und die für mich so wirkende Glaubwürdigkeit.

Fazit: Glaubhafter Blick auf das Suchen und Finden der Liebe oder des nächsten Bettpartners in der heutigen Zeit

Rating: ★★★☆☆