Ambulance

Zwei Brüder planen einen Banküberfall um Geld für die Behandlung ihrer schwerkranken Mutter zu bekommen. Dies beinhaltet die Flucht per Krankenweagen – in diesem liegt aber ein sterbender Patient …

Dies war für mich der Versuch mit einem alten Freund noch mal in Kontakt zu treten. In meiner Jugend habe ich Alles von Michael Bay geliebt und gefeiert, insbesondere „The Rock“. Mit den Transformers Filmen und auch Titeln wie „Pain and Gain“ sowie „Six Underground“ hat der Mann mich aber vollkommen verloren. Hier sah man bereits im Trailer in ein paar üblicher Marotten an, trotzdem schien die Story im Kern tauglich zu sein. Zwei flüchtige Bankräuber mit einem verletzten Polizisten und einer taffen Sanitäterin, die in einer Höchstgeschwindigkeitsverfolgung quer durch Los Angeles rasen – für Bay Verhältnisse ist das ja geradezu ein kleiner Film und die Grundsituation wie auch der da Banküberfall funktioniert hervorragend. Leider ist der Film überlange 130 Minuten lang und hätte seine Story um locker ’ne Dreiviertelstunde kürzen können. So wird den beiden auf ihrer Fahrt jedes endliche Hindernis in den Weg gestellt, die Übersichtlichkeit der Gegner und der Angriffe ist schnell verloren und es verschieben sich Schwerpunkte. So ist das am Leben halt eines Polizisten zunächst die wichtigste Sache und läuft später unter ferner liefen. M

Fazit: Laut, überlang und belastend. Die im Kern spannende Ausgangslage wird leider nicht für einen guten Film benutzt

Rating: ★★★☆☆

Fresh

Frustriert von ständigen schlechten Dates ist Noa (Daisy Edgar-Jones) glücklich als sie in einem Laden Steve (Sebastian Stan) kennenlernt. Kurz darauf bricht sie mit ihm zu einem Ausflug aus – allerdings erweist sich Steve als Mensch mit einigen Geheimnissen …

Bei diesem Film wäre schon die Nennung des Genres ein Spoiler, zumindest nach der ersten halben Stunde. In dieser Zeit sind wir in der typischen RomCom, in der eine unglaublich liebenswürdige Frau einen absoluten Charmebolzen trifft sich, die Beziehung langsam entwickelt und alles wunderbar ist. Dann brechen die beiden zu einem Ausflug auf und es folgt ein gigantischer Twist der den Zuschauer wie auch die Hauptfigur in ein komplett neues Umfeld und in eine neue Umgebung versetzt. Man hat ab da noch anderthalb Stunden Film vor sich und ist komplett ratlos: wo soll es hingehen, was wird gestrickt? Aus dem vorgegebenen Szenario hätte man meiner Meinung nach zwar einiges anderes machen können, aber man ist zu keinem Zeitpunkt sicher was als nächstes passiert. Die Figuren und Entwicklungen bleiben stetig undurchsichtig und im weitesten Sinne geht der Film nicht den Weg den ich bevorzugt hätte, aber er bleibt stets überraschend, Dies ist ein Film wie er auf dem Fantasy Filmfest läuft und sich nicht an Jeden sondern an ein spezielles Zielpublikum richtet. Dadurch dass er einfach auf Disney plus erscheint könnte es natürlich passieren dass einige Leute ihn sehen die nicht für derartige Kost gedacht sind, trotzdem lohnt der Versuch. Nach Pam und Tommy erweist sich Sebastian Stan auch hier als absolutes Feuerwerk

Fazit Kippt nach einer halben Stunde in ein anderes Genre und nimmt die Zuschauer mit auf einen komplett unvorhersehbaren Trip, spielt auf diesem Weg allerdings nicht alle Trümpfe aus

Rating: ★★★☆☆

Morbius

Der hoch angesehene Biochemiker Michael Morbius (Jared Leto) erleidet eine Blutkrankheit. Bei seinen Experimenten um dagegen vorzugehen erschafft er sich selbst übermenschliche Kräfte die aber denen eines Vampirs gleichen. So verspürt er auch einen starken Durst auf Blut …

Auch dieser Film wurde Corona bedingt gut zwei Jahre aufgeschoben. Aber mal ehrlich: hat wirklich einer darauf gewartet? Die einzigen Punkte die den Film irgendwie attraktiv machen ist zum einen die Verbindung zu Venom, die sich aber eigentlich nur auf einen im Trailer gesagten Satz beschränkt und zum zweiten deutete Michael Keaton im Trailer an dass es eine Direktverbindung zum MCU geben wird. Die Pläne wir man das handhaben wollte haben sich durch die lange Wartezeit und das fortlaufendes MCU aber zerschlagen und so ist es eigentlich das einzige Interessante wie man diese Herleitung nun basteln will. Was man dabei komplett vergisst ist das auch ein ganz normaler Film dabei ist und hier haben wir die absolute Blaupause eines Vampir Films: Wissenschaftler experimentiert an sich selbst und wird zum Vampir mit Superkräften, hat gleich einen ebenbürtigen Gegner und schlägt sich mit dem in endlosen CGI Schlachten die Schädel ein. Jared Leto macht einen Part ganz gut, ist aber trotzdem kein nennenswert zugänglicher Held, der Antagonist, die Partnerin, die ermittelnden Polizisten sind Reißbrett Figuren wo ich es nicht schlimm finde das man hier nach Schema F vorgeht, aber trotzdem kommt bei keinem Bestandteil irgendein Funken von Faszination rum. Nur endlos viele potthässlich ist CGI Effekte

Fazit: Als Nebenfigur würde ich Morbius gerne wiedersehen, einen eigenen Film braucht es nicht vor allem keinen so blutleeren CGFI Matsch

Rating: ★★☆☆☆