Tod auf dem Nil

Meisterdetektiv Hecule Poirot (Kenneth Branagh) begleitet eine Kreuzfahrt auf dem Nil um Linnet Doyle (Gal Gadot) zu beschützen die dort zwar mit ihrem Verlobten Simon (Amie Hammer) untewegs ist, sich aber bedroht fühlt. Als es zu einem Mord kommt sucht Poirot unter den spleenigen Fahrgästen nach dem Täter …

Die schönste Erinnerung die ich mit diesem Film verbinde sind die Umstände unter denen ich ihn nicht sah: da saß ich nämlich im Kino und es wurde versehentlich der 1970er Film mit Peter Ustinov eingelegt und ich zog unverrichteter Dinge wieder ab. Durch die heutige Auswertung kommt er jetzt zeitnah zu Disney Plus und ich konnte ihn nachholen, nur um festzustellen dass ich am besagten Tag im Kino rein gar nichts verpasst habe. Der digitale Look war mir schon im Trailer aufgefallen und macht es eigentlich unmöglich in einen Film tief einzutauchen, sondern gab das Feeling eines Videospiels und von Künstlichkeit in jedem Moment. Die Story zerfällt in zwei überlange, ungleiche Hälften, wobei man in der ersten Hälfte reichen und unsympathischen Gestalten beim Luxusleben zusieht und ein wenig Intrige und Liebesleid beobachtet, wohingegen in der zweiten Hälfte dann ein Krimi losgeht, der vorrangig aus Verhören besteht. Das alles ist zwar schick und edel inszeniert soweit es die Technik zulässt, aber trotzdem ist dies genau die Form von künstlichen Film, der dem Zuschauer vielleicht Zerstreuung, aber keine Faszination bietet und die obendrein mit der Rückblende auf die privaten Hintergründe der Hauptfigur vom Hauptteil ablenkt und ein unausgegorenes Drama einbindet.

Fazit; Es ist spannend wer es war aber dafür lohnt es sich nicht 130 Minuten Künstlichkeit anzuschauen

The Way Back – Out auf Olay – Der Weg zurück

Jack Cunningham (Ben Affleck) war ei Basketballspieler mit Stipendium und großen Aussichten – bis er das Spiel aus unbekannten Gründen aufgab. Jahre später hat er durch Alkohol seine Ehe zerstört – bekommt dann aber die Chance ein Team seiner ehemaligen Universität zu coachen …

Selbsttherapie in Filmform: Ben Affleck hatte im wahren Leben ein Alkoholproblem und ging durch einen Entzug. Diesen Film begann er wohl wenige Stunden nachdem dieser Entzug durch war. Obwohl die Story eines Bauarbeiters der sich als Trainer versucht sicherlich keine biographischen Züge enthält ist der Verlauf den Figur innerlich nimmt mit vielen Parallelen versehen. Ein Mann dem der Alkohol über den Kpf wächst und der durch eine Chance einen Weg bekommt dieser Hölle zu entgehen. Sowohl in Punkto Drama wie auch in Sachen Sportfilm ist dies zwar absoluter Standard und frei von nennenswerten Höhepunkten, durch den persönlichen Bezug hat es aber etwas besonderes an sich. Und sei es nur die Empathie mit Ben Affleck.

Fazit: Routinierter Sportfilm mit Dramaanteilen die duch die reale Lage der Hauptfigur sehr berührend wird!

Rating: ★★★☆☆

The Green Knight

Sir Gawain (Dev Patel) stellt sich dem Green Knight (Ralph Ineson) als der am Hof des Königs ankommt. Sir Gawain gewinnt – aber ein Jahr später muß er den gleichen Kampf erneut antreten …

Ich gebe ja immer gerne und ehrlich zu wenn mich ein Film überfordert, dies ist wohl ein solcher Fall. Die merkwürdige Story eines Ritters der mit einem Fantasywesen kämpft und dann auf eine Reise gehen muß hat mich nicht abgeholt, eingesogen oder mitgenommen. Ich kann sie niemandem plausibel wiedergeben. Aber dennoch bereue ich es nicht die Nummer geschaut zu haben das sie in einem Punkt beeindruckend war: Stimmung, bzw. Atmosphäre. Die raue, dreckig gefilmte Reise die hier in endloser Langsamkeit vollzogen wird hat eine dichte Stimmung die sich entfaltet und in der man mitunter eben gerne etwas Zeit verbringt, auch ohne inhaltliche „Anschlüsse“.

Fazit: Inhaltlich nicht leicht zu packen, bei der Stimmung aber absolut überzeugend!

Rating: ★★★☆☆

Nightmare Alley

Schausteller Stanton ‚Stan‘ Carlisle (Bradley Cooper) nutzt mit heimtückischen Tricks die Besucher eines Jahrmarktes aus – bis er an die Psychiaterin Lilith Ritter (Cate Blanchett) gerät die ihm in jeder Hinsicht gewachsen ist …

Wenn einen ein Film gefangen nimmt: schon die feuerige Eröffnungssequenz begeisterte mich total und die ganze folgende erste Stunde des Films war wie eine filmische Umarmung . Die Atmosphäre des Jahrmarktes, die optische Darstellung der ganzen Umgebung nahm mich regelrecht gefangen und begeisterte mich. Darüber hinaus war es allerdings nicht viel was mich am Film hielt, da die Hauptfigur restlos unsympathisch ist und die Story wie sich ein Taugenichts in einem Zoo schrittweise an die Spitze arbeitet mich sehr kalt ließ. Nach einer Stunde gibt es dann einen Cut und es folgt ein weiterer langwieriger Film, in dem sich zwei Scharlatane gegenseitig versuchen zu übertrumpfen. Auch hier brilliert vor allem die Optik und das wunderschöne Bild, aber nehmen einen die Figuren zu keinem Zeitpunkt emotional mit und irgendwann setzt totale Ermüdung ein. Deswegen ist es schade, weil der Film eindrucksvoll beweist was ein Film hinkriegt und wie schön das aussehen kann, aber wenn der emotionale Impact fehlt ist man halt verloren.

Fazit: Ein Fest für die Augen und ein Highlight an Atmosphäre aber ansonsten lässt es einen eher

Rating: ★★☆☆☆

Percy

Der Kleinbauer Percy Schmeiser (Christopher Walken) legt sich gerichtlich mit Landwirtschafts-Konzern Monsanto an nachdem er eine Strfe zahlen soll weil deren manipuliertes Saatgut auf sein Gebiet gelangt ist …

Die ganze Story in einem Satz: David gegen Goliath. Gut, dies ist ein realer Fall und hat damit natürlich eine gewisse Brisanz, wie hier ein kleiner Farmer einen Großkonzern verklagt ,aber letztlich ist dies etwas was sich filmisch kaum attraktiv aufbereiten lässt. Durch Christopher Walken hat man natürlich eine treibende und großartige Hauptfigur die es schafft irgendwie den Zuschauer bei der Stange zu halten. der Mix aus Familiendrama und Gerichts Gerede weiß aber zu keinem Zeitpunkt wirklich zu fesseln. Die Sympathien sind zwar klar verteilt aber da man mitunter auch den realen Ausgang kennt ereilt einen r Zuspruch für die Hauptfigur aber kein großes Mtfiebern

Fazit: Interessanter Fall der in der Realität sicherlich spannender ist als ihn hier filmisch aufzubereiten

Rating: ★★☆☆☆

Cry Macho

Pferdetrainer Mike Milo (Clint Eastwood) wird von seinem schmierigen Ex-Boss (Dwight Yoakam) gezwungen, eine Reise nach Mexiko zu unternehmen. Dort soll er sich auf die Suche nach dessen Sohn Rafael (Eduardo Minett) machen …

Es gab schon einige Filme die vermeintlich der letzte Film von Clint Eastwood waren. Hier wirkt er noch mal als Hauptdarsteller und Regisseur, dabei ist der Mann mittlerweile über 90 und genau das ist auch das Problem. Die Story hätte ja auch vor 20 Jahren so ähnlich liefern können und insgesamt ist dies ein typischer, auf ihn ausgerichteterTitel. Als alter Haudegen der durch die Gegend fährt und einen Jungen unter seine Fittiche nimmt fällt aber auch die Glaubwürdigkeit komplett dadurch dass diese Abenteuer, die teilweise auch körperlich sind, einem 90-jährigen passieren. Eastwood hat immer noch Charme, Respekt hat er sowieso und deswegen möchte man sich den Film nicht entziehen bzw. lässt so einiges durchgehen – aber mit einem realistischen Blick kann man hier eigentlich nur den Kopf schütteln und feststellen dass die präsentierte Machotum ziemlicher Käse ist. Trotzdem: Eastwood ist immer ein Event

Fazit: Durchschnittlicher Eastwood Film der natürlich dadurch besonders wird das der alte clint immer noch Regie führt und spielt

Wo in Paris die Sonne aufgeht

Émilie (Lucie Zhang) bestreitet ihr Leben mit einfachen Gelegenheitsjobs und geht eine Beziehung dem Lehrer Camille (Makita Samba) ein der auch ihr Mitbewohner wird. Ebenso interessiert sich Camille aber für Nora (Noémie Merlant) die in Paris in Jurastudium aufgreift und Opfer einer Verwechslung wird …

Ein Film der vorgibt das wahre Leben zu beobachten: wir haben hier einen Wohnblock in Paris, eine Frau, die einen Mann bei sich wohnen lässt und daraus resultiert eine komplizierte Beobachtung wie eine solche toxische Beziehung verläuft. Ebenso wird im Film unglaublich viel gevögelt obwohl es nicht immer der Handlung dienlich ist. Es gibt eine komplette zweite Handlung in der es um eine junge Studentin geht die aufgrund einer Verwechslung in schwere Probleme gerät. Am Ende habe ich nicht das Gefühl Geschichten gesehen zu haben, sondern einfach nur eine Handvoll authentischer Charaktere in einer Phase ihres Lebens beigewohnt zu haben und das ist mehr als viele andere künstlich aufgemachte Titel vermitteln können. Man wird hier obendrein mit einer endlosen Fülle an Sexszenen ergänzt die zwar nicht immer schön, aber jederzeit vollkommen lebensecht und glaubhaft sind.

Fazit: Saftiger Film mit zahlreichen Nacktszenen und wenig Handlung aber einem glaubhaften Blick auf junge Menschen von heute

Rating: ★★★★☆

The Addams Family 2

Addams Kind Wednesday fühlt sich in der Familie nicht länger wohl. Als sie jedoch den Wissenschaftler Strange kennenlernt der sich als ihr Vater erweist will sie ihre Familie verlassen – diese macht derweil einen chaotischen Roadtrip durch die USA …

Ich hätte keine geringeren Ansprüche an diesen Film haben können: ich habe nie die alte Fernsehserie gesehen, die alten Kinofilme haben mir nichts gebracht und auch der animierte Erstling war nicht mehr als sympathisch. Deswegen hatte ich wirklich keine Erwartungen an diese zweite Runde und ging doch mit einem zufriedenen Gefühl davon weg. Natürlich sind die Figuren mir weiterhin sehr egal und die Idee, absolut alles irgendwie auf Grusel zu trimmen funktioniert für mich nicht, aber im Kern hat der Film dennoch Herz, ein paar lustige Ideen und die Geschichte von der Identitätssuche einer Tochter funktioniert. Hier und da gibt es daneben auch die typischen Gags die einzelne Male extrem gut treffen und am Ende bleibt ein Film der auch für Kinder tauglich ist, trotz viel Grusel Kram und der einen mit einem Lächeln entläss

Fazit: Muss man nicht sehen aber ist wohl die sympathische Art und Weise wie man diese Thematik ausbauen kann

Rating: ★★★☆☆

After Love

Tessa (Josephine Langford) erhält die Chance im Verlag von Christian Vance (Stephen Moyer) zu arbeiten, wofür sie aber nach Seattle umziehen müsste. Damit beginnt aber der Stress mit Freund Hardin (Hero Fiennes Tiffin) der nach London gehen wollte …

Zicke datet Arschloch – die Nummer reicht schon für drei Filme wobei mir die Serie eine durchgehende Geschichte zu sein scheint: er beginnt mittendrin und endet mittendrin und dazwischen sehen wir das übliche Rumgeeiere zweier unsympathischer Hauptfiguren die sich zwar im Kern lieben, durch Umstände Traumata und andere Sachen das Leben schwer machen. Da die Hauptfigur so derartig unsympathisch ist und schon im Intro rumätzt bis zum Gehtnichtmehr hat man als jemand der das ganze versucht mit offenen Offenheit zuschauen schon keine Chance mehr. Ansonsten sieht man halt dem Treiben zweier Leute zu die zu den oberen Zehntausend gehören und Probleme haben von denen der Gemeinde Teenager der das hier schaut sicherlich nur träumen kann. Ich kenne die Bücher nicht und weiß nicht was hier letztlich erzählt werden sollen trotzdem ist es schade dass ein solcher Stoff so derartig populär ist

Fazit : Liebesschmonzetteong die wohl das Kino äquivalent zu einer Bravo Lovestory darstellt

Rating: ★★☆☆☆

Pig

Rob (Nicolas Cage) hat sich in den Wald zurück gezogen und verbringt ein ruhiges Leben abseits der Zivilisation. Dabei ist ihm sein Trüffelschwein ein treuer Begleiter. Als dieses jedoch verschwindet sucht Rob in der Stadt danach …

Nicolas Cage sucht ein Schwein welches ihm entwendet wurde – das hat man gleich Gedanken einer abgedrehten Jihn Wick Variante im Kopf. Der Film erweist sich aber als etwas vollkommen anderes: dies ist ein nüchternes, unemotionales Drama über einen bescheidenen Aussteiger der sich seiner Vergangenheit stellen muß. Dabei spielt Cage wirklich eine Rolle und verzichtet auf seine abgedrehten Eigenheiten und Markenzeichen.D er Film setzt Essenszubereitung auf ein fast religiöses Level welches ich nicht nachvollziehen kann und die Scuhe nach dem Schwein verläuft auf ruhigen, ereignisfreien Bahnen. Letztlich kann ich verstehen daß der Film derartig abgefeiert wird, kann mich nur nicht anschließen da mich die erdrückende Schwere mürbe gemacht hat.

Fazit: Kleines Drama mit erdrückender Stimmung!

Rating: ★★★☆☆