Spencer

Ein entscheidendes Wochende zu Beginn der 90er Jahre welches Prinzessin Diana (Kristen Stewart) auf Sandringham verbringt. Dort beschließt sie ihren Mann zu verlassen …

Wenn man keinerlei Ahnung von der Biographie von Lady Di hat ist man hier ziemlich verloren, da der Film einem wenig bis gar nichts an die Hand gibt. Es wird ein Landsitz gezeigt auf dem die Königsfamilie Weihnachten verbringt, wie dort die geradezu militärischen Abläufe passieren mit denen alles organisiert ist und die triste Stimmung schlägt einem auch als Zuschauer geradezu auf den Magen. Und in alldiesem taummelt Hauptfigur Diana durch die Szenerie, es geht dabei weniger drum sklavisch ihren Tag zu erzählen, sondern ihre Geefühlswelt. Das führt zu unzusammenhängenden Szenen, Traumsequenzen und Rückblenden die mir keine konkrete Geschichte erzählen, aber sehr wohl das Verlorensein und die Unruhe der Figur herauskitzeln und darstellen. Und es ist eine Spielwiese uaf der Kirsten Stewart eine oscarreife Darstellung abliefern kann. Ichw ei nicht wie hisotisch exakt diese Diana Version ist, aber man sieht nichts mehr von dem Mädchen aus Twilight oder anderen Rollen – sie verschwindet komplett in dieser faszinierenden und doch irgendwie unahbaren Figur, deren Tragik in dem besteht was im wahren Leben mit ihr passiert ist. Mit dem entsättigten Farblook entseht so ein langsamer, asntrengern Film der einen aber nicht emotional kalt läßt.

Fazit: Mehr Gefühl als Geschichte mit faszinierender Hauptdarstellerin.

Stowaway – Blinder Passagier

Ingenieur Michael (Shamier Anderson) gelangt durch Zufall an Bord eines Marsraumschiffts und wird als blinder Passagier mitgenommen. Leider ist die Rückkehr zur Erde nicht möglich, aber es ist auch icht genügend Sauerstoff für alle an Bord …

Science Fiction von ihrer realistischsten Seite: eigentlich behandelt der Film auf sehr nüchterne Weise eine Marsmission, zeigt die Astronauten und ihre Arbeit und das Umfeld. Das geht trocken, nüchtern, fast dokumentarisch zur Sache bis eben ein blinder Passagier an Bord entdeckt wird. Daraus entspringt schnell ein großes Problem: mit dem zusätzlichen Mann wird der Sauerstoff knapp und es entsteht ein Szenario welches für einen Psychothriller hätte herhalten können. Aber der Film geht einen anderen Weg: er zeigt die Belastung der Beteiligten miteinander, dann aber den Versuch eine Lösung zu finden. Dies führt zwar zu weiteren Komplikationen, die aber gemeinsam angegangen werden. Der Film ist zwa sehr unterkühlt in seinen Emotionen, läßt einen aber trotzdem nicht kalt, ebenso begeistert der realistische Look. Und zum Ende hin gibt es ein packendes Finale da man hier so nicht erwartet hat.

Fazit: Trist und leise, unemotional und doch faszinierend!

Encanto

Familie Madrigal lebt in Kolumbien in einem magischen Haus und besitzt übermenschliche Kräfte in allen Arten. Lediglich Mirabel hat keinerlei Fähigkeiten – nd wird dadurch zu Schlüssel um ihre Familie zu retten …

Ich verstehe die „Veröffentlichungsstrategie“ von Disney nicht – wieso wird dieser Film nach nur einem Monat aus dem Kino direkt auf Disney Plus geschaufelt? Ich will mich nicht beklagen da ich ihn so problemlos schauen konnte, aber ich verstehe es nicht. Aber ehrlich: es war nett ihn gesehen zu haben, aber er hat mir nichts gegeben was ich nicht auch in anderen Disney Werken schon sehen konnte. Zwei Dinge machten ihn aber lohnend: zum einen die Hauptfigur die wundervoll liebenswert ist, zum zweiten der bunte und detailreiche Look. Abseits davon sah ich einen generischen Disney Fantasyfilm der eben die Familie und das alte „Glaube an dich selbst, du bist besonders!“ Thema hochhält. Und so altbekannt das ist, so wenig kann es eigentlich falsch sein.

Fazit: Wunderschöner Look und tolle Hauptfigur, der Rest ist solide Disneyware!

Don’t Look Up

Die Astronomen Kate (Jennifer Lawrence) und Randall (Leonardo DiCaprio), entdecken einen Asteroiden der mit tödlicher Gefahr auf die Erde zurast. Da dies aber niemand hören will müssen die beiden auf eine Medientour gehen …

Mehr Stars gehen wohl kaum in einen Film – mit Leonardo DiCaprio und Jennifer Lawrence hat man schon direkt zwei Top Stars in den Hauptrollem, aber das setzt sich auch in die Nebenrollen fort, vo Meryll Streep über Jonah Hill bis zu Timothy Chalamet. Die Story hat absurde Brisanz, wenn man den Kometen einfach durch das Corona-Thema ersetzt. Denn es geht um Wissenschaftler die selbstlos ihre Entdeckung mitteilen wollen damit die Welt entsprechend handeln kann, aber sie erhalten niemals die nötige Aufmerksamkeit, die Ernsthaftigkeit oder den verdienten Respekt. Statt dessen hat jeder der in einer verantwortlichen Position ist eigene Interessen oder Hintergedanken und niemals hat jemand das Wohl der Welt im Sinne. Und auch wenn dies eine launige Komödie ist – in manche Figuren möchte man geradezu reinschlagen weil sie einen so wütend machen. DiCaprio hat indes einen mächtigen Spaß am Film, ebenso wie der Zuschauer.

Fazit: Etwas überlange Mediensatire mit Starensemble

Rating: ★★★★☆

The Ice Road

EIne kanadische Diamantenmine stürzt ein, so daß Mike (Liam Neeson) eine fast unmögliche Rettungsaktion für die verschütteten Bergleute ansetzen muß …

Hatte Liam Neeson nicht verkündet daß er kleine Actionfilme mehr drehen will? Oder meinte er nur jene in denen er körperlich ranmuß und Leute auf die Fresse hauen muß? Scheint so, denn anders als im Actiongenre lässt sich dieser Film nicht festlgen. Und bringt in diesem Zusammenhang eine neue Bedewutung des Wortes solide weil man daran nichts beanstanden, aber auch nichts hervortun kann. Neeson und ein paar Begleiter heizen mit mehreren LKWs eine vereiste Strecke entlang und es sollte reichen daß sich hier ein paar Figuren gegen die Naturgewalten stellen. Aber das wird dann mit entsprechenden Stories aufgepustet, z.B. damit daß ein geistig behinderter Mann mitfährt und eine Intrigenstory in der jemand versucht den Rettungsconvoy aufzuhalten. Es gibt Action, es gibt ein paar spannende Momente und Neeson gewohnt gut in der Hauptrolle. Was es aber nicht gibt sind Emotionen oder irgendwas daß an Figuren Anteil nimmt. Und wenn einem selbst die Parts in denen eingschlossene Männer die in den letzten Zügen liegen keine Emotionen abgewinnen … dann macht ein Film irgendwas falsch.

Fazit: Ruppige Männeraction die durchgehend zufrieden ausfällt, aber kaum emotional berührt!

Rating: ★★★☆☆

Matrix – Resurrections

Programmierer Thomas Anderson (Keanu Reeves) muß gegen seinen Willen einen vierten Teil seines Hitspiels „Matrix“ programmieren. Als er eine Frau namens Tiffany (Carrie Ann-Moss) in einem Cafe trifft beginnt sich auf einmal Spiel und Realität zu vermischen …

Ich habe diesen Film nicht herbeigesehnt. Ich respektiere Teil 1 als zeitlosen Klassiker, Teil 2 als ein cooles Actionfeuerwerk und Teil 3 als Beleg dafür wie man eine Reihe effektiv kaputtfortsetzt. Einen weiteren Film aus der Reihe brauchte es meiner Ansicht nach nicht, zumal mich der Trailer zwar interessiert, aber leidenschaftslos zurückließ. Die spannendste Frage ist für mich warum diese Figuren wieder leben und was nun noch Neues geschehen soll. Nach dem Film frage ich mich wie dieses WirrWarr eine Planungsphase überstehen konnte, wie man Geld dafür bekommen hat und warum sich Keanu Reeves dafür nochmal hergibt. Die Story kopiert in weiten Teilen den ersten Film und macht sich mit endlos vielen Meta Refrenzen darüber lustig, was zum Thema ganz anders ist. Neue Figuren ersetzen manch alte Charaktere, bleiben dabei aber farblos und uninteressant, der Look hat sich vollkommen verändert und abgesehen von macnh coolem Moment ist dies eine Szenenfolge ohne Sinn, Verstand und Zusammenhang. Etwas was legendär werden wird: noch nie wurde so ein guter Erstling mit so einer miserablen Fortsetzung in die Tonne getreten.

Fazit: Ultimative Katastrophe! Nicht weniger!

Rating: ★☆☆☆☆

Die Königin des Nordens

Im Jahr 1402 hat Margrete (Trine Dyrholm) Dänemark, Norwegen und Schweden zu einer Union vereint und strebt ein Bündnis mit Englang an. Dann aber wird ihr totgeglauber Sohn gefunden – und die Rückkehr des Mannes führt zu zahlreichen Verstrickungen und politischen Intrigen …

Ich bin nicht sonderlich versiert in dänischer Geschichte, daher mag der Film zwar einen echten historischen Fall behandeln, für mich war aber fremd und neu. Aber auch nicht schlecht. Man muß sich eben nur bewusst sein was man schaut, nämlich zwei Stunden Film in denen Menschen in Kirchen oder Burgen sitzen und reden. Man bekommt aber recht schnell einen guten Eindruck von der Lage der Hauptfigur und wie die Interessen der verschiedenen Seiten sie unter Druck setzen. Obendrein kommt natürlich der Mutter / Sohn Aspekt dazu der eine zusätzliche Dramatik erzeugt. Da ich den wahren Ausgang nicht kannte hat mich das Ende bewegt und überrascht, allerdings hatte die Geschichte für mich in Mittelteil einen kurzen Durchhänger. Generell kann man einen dänischen Historienfilm nicht sonderlich attraktiv verkaufen, aber es findet sich sicherlich ein kleines Publikum dazu.

Fazit: Trist, aber sehr atmosphärisch und mit heftigem Ende!

Promising Young Woman

Die aussichtsreiche Zukunft von Cassie (Carey Mulligan) wird durch einen überraschenden Zwischenfall abrupt beendet. Fortan lebt sie nach außen normal weite rund führt heimlich ein Doppelleben …

Das ist natürlich etwas was ein Film einem beim anschauen geben kann: die Selbstanalyse. Wenn man (wie hier) Männer im Flirtumgang sieht und die Momente wo man geradezu übergriffig wird kann man nicht anders als das eigene Verhalten zu hinterfragen und zu bedenken. Ob eine das gefällt oder nicht ist eine eigene Sache. Unabhängig davon ist dies ein gradliniger, aber trotdem spezieller Thriller der von seiner tollen Hauptdarstellerin Carey Mulligan lebt und getrage wird und ein solides Gespür hat Drama und etwas Thrill wohl zu dosieren. Als kurzweiligen Spaß kann man ihn aber nicht warhnehmen, das verhindert schon das Ende.

Fazit: Vielschichtiger und erschreckender Thriller!

Rating: ★★★★☆

The Little Things

Kleinstadtsheriff Deke (Denzel Washington) ist ausgebrannt und hat seinen Jjob satt, dann aber beginnt ein Serienmörder in seinem Revier zu morden. Mit einem jungen Großstadtpolizisten Detective (Rami Malek) begibt sich Deke auf die Jagd, wobei die unterschiedlichen Persönluchkeiten zum Problem werden …

Willkommen in den neunziger Jahren – das trifft in vielerlei Hinsicht zu. Der Film spielt in dieser Zeit, wirkt auch wie damals gedreht (mal abgesehen von dem gealterten Denzel Washington in der Hauptrolle) und das Drehbuch ist auch einige Jahre alt. Wäre er wohl damals entstanden wäre er heute aber nur ein Titel den man kennt, aber kaum mehr schätzt (ähnlich wie der etwas Washingtons „Knochenjäger“). Im Kern sind es wiede rein paar Cops die miteinander ihre Differenzen haben, die einen Serienmörder jagen und schrittweise der Wahrheit näher kommen. Eigentlich ist alles solides Mittelmaß, es gibt wenig Action und eine solide Spannungskurve, das Besondere dabei sind die großaritgen Darsteller, schließ0lich habt man hier Washington, Rami Malek und Jared Leto am Start. Damit kriegt man zwei kurzweilige Stunden rum die aber kaum Nachklang haben.

Fazit: In jeder Hinsicht solide!

Aline – The Voice of Love

Die kleine Aline (Valérie Lemercier) hat von Kindheit an eine fabelhafte Stimme – so schickt bereits ihre Mutter ein Demotape an den Musikproduzenten Guy-Claude Kamar (Sylvain Marcel) …

Ich habe mich mit dem Leben und den Umständen“ von Celine Dion nie wirklich befasst, aber das muß man für diesen Film wohl auch nicht, da hier direkt gesagt wird: es ist keine exakte „Nacherzählung“ der Dinge, sondern eine fiktionale Form. Ich erkenne zwar einzelne Faktoren darin (etwa „My Heart will go on“), muß mich aber zu jeder Zeit dem Film anvertrauen und daß er mir keinen Mist erzählt. Tut er aber auch kaum: wir sehen eine junge Frau mit einem endlosen Talent deren Leben wir verfolgen, sehen zahlreiche Szenen in denen sie auf einer Bühne steht und erleben ihren privaten Werdegang. Dabei ist die Figur nie unsympathisch, unangenehm oder ähnliches, aber sie nimmt einen auch nicht ein. Die Schwerpunkte verteilen sich etwas ungleichmäßig, etwa wenn sehr lange die Familie primär im Zentrum steht bevor es wieder auf die künstlerische Ebene geht und bei allem fehlt dem Fim sehr stark das vergehen der Zeit: über welchen Zeitraum diese Gschchte spielt wird kaum umrissen und man ist manchmal etwas orientierungslos dadurch. Trotzdem: egal wie viel von alledem wahr ist und was auch immer davon „ angepasst“ wurde: diese Story bleibt ebenso frei von Highlights wie von „Einbrüchen“ und dürfte für Celine Dion Fans sicherlich mehr Reiz haben als für einige andere. Allerdings ist es zu Beginn gewöhnungsbedürftig wie der Kopf der Hauptfigur auf den Körper eines kleinen Mädchens gemorpht wurde.

Fazit: Emotionale Kiste mit viel Musik bei der man aber wegen des genannten fiktionalen Anteil nicht viel glauben mag.

Rating: ★★★☆☆