Waves

Eine afroamerikanische Familie sucht nach einem schlimmen Schicksalsschlag einen Neuanfang in einer Vorstadt …

Wenn im Vorspann eines Fils das Logo von A24 erscheint kann man schon ahnen daß das Folgende speziell wird. Das können entsprechende Filmschauer auch verstehen, umsetzen und die volle Wucht daraus entnehmen, es gibt aber auch Leute die diese Filme langweilig, sperrig oder nicht wirklich angenehm zum schauen finden. Ich selber finde mich irgendwo in der Mitte wieder: ich respektiere die meisten Werke für Machart, Vorgehen und Kreativität, werde aber nicht immer voll davon abgeholt. Hier ebenso, auch wenn das eigentlich unmöglich ist. Erzählt wird ein sehr trafgischer Verlauf, die Leidensgeschichte einer Familie die durch mehrere Schicksalsschläge und insbesondere einen fatalen Twist nach zwei Dritteln sehr belastet wird. Während in der ersten Phase der Bruder im Zentrum steht verlagert sich der Rest danach komplett auf die Schwester. Eigentlich könnte man nun alle Vorgänge knapp erzählen, aber es geht weniger um das was passiert sondern die Inszenierung. Mit dicht an den Figuren klebenden Wackelkamerabildern (wie die eine drehende Kamera beim Autofahren zwischen Fahrer und Beifahrer hingekriegt haben ist mir ein Rätsel) oder langen und musikalischen Sequenzen in denen Gefühle nur eingefangen werden. Wenn man dafür empfänglich ist dürfte einen die Tragik und die Emotion geradezu wie ein Faustschlag treffen. Ich kann aber auch jeden verstehen der daß Ding nach kurzer Zeit entnervt beendet.

Fazit: Krasse Dramastory in ungewöhnlicher Inszenierung!

Astronaut

Witwer Angus (Richard Dreyfuss) ist 70 Jahre alt und träumte sein Leben lang von einem Flug ins All.- Die Chance erhält er als der Geschäftsmann Marcus Brown (Colm Feore) ein Gewinnspiel veranstaltet und eine Reise ins All verlost. Allerdings ist Angus zu alt …

Hier kann man sich anhand der Inhaltsangabe relativ schnell ausmalen, was einen erwartet. Ein Milliardär verlost einen Freiflug ins Weltall, ein alter Mann, der schon immer einmal dorthin wollte aber für das Prozedere nicht infrage kommt versucht es denoch und kämpft sich durch das Auswahlverfahren sowie die körperlichen und seelischen Strapazen des Weltraumflugs. Stimmt, aber nicht so richtig: der Film setzt einen Schwerpunkt auf eine Sache die zunächst absurd klingt. Es geht nämlich um eine Startbahn. Richard Dreyfuss Figur entdeckt einen Mangel an der geplanten Start Bahn und weißt darauf hin, allerdings will sich dies niemand weiter anhören und so beginnt ein recht langwieriger Prozess bei dem mal wieder der kleine versucht Gehör von Großen zu erhalten. Den Weltraumflug gibt’s zwar dennoch, aber er nachgeschoben am Ende. Vorher gibt es viele lange Gesprächsszenen und obendrein einiges an Familiendrama und die übliche Botschaft dass man ja auch immer nur seinen Träumen glauben und folgen soll. Nichts was es nicht schon gegeben hat, aber so was sieht man halt immer wieder gern und mit Richard Dreyfuss hat man auch eine mögen’swerte Figur und einen markanten Darsteller der das entsprechend rüberbringen kann. Deswegen für Liebhaber kleinerer und leiserer Filme könnte dies durchaus taugen, für viele andere könnte das Teil höllisch langweilig ausfallen.

Fazit: Glaube an deine Träume und hör nie auf wenn du vorhast wahrgenommen zu werden – alte Botschaften in neuem Gewand

Venom – Let there be carnage

Eddie Brock (Tom Hardy) hat es langsam geschafft sich mit dem Symbionten Venom zu arrangieren als der Serienkiller Cletus Kasady (Woody Harrelson) sich ebenfalls mit einem Außerirdischen infiziert. So mutiert er zu einer tödlichen Gefahr …

Ich habe das Glück daß ich der Thematik vollkommen entspannt gegenüber stehe. Ich kenne Venom nur aus dem alten Sam Raimi Film und dem ersten Teil mit Tom Hardy, habe keine Ansprüche an die Figur oder an den Ton. Ich kann mir aber vorstellen daß Venom als eine Figur die eher der härteren Seite zugehört und eigentlich ein Antagonist ist hier nicht wirklich den Vorlagen und Vorstellungen entspricht. Leider setzt der Film dabei viel zu sehr auf seinen Comedyfaktor. Das führt daß man eine halbe Stunde lang einen Film wie eine Sitcom schaut in der ein von allem überfordeter Depp und ein vulgäres Alien sich wie ein altes Ehepaar zoffen. Nach einer halebn Stunde davn wird dann der Gegner Carnage geboren – da die Lauflänge da aber kaum noch 50 Minuten betroifft kommt so etwas wie eine Story auch nicht auf. Zwei CGI Biester die sich eine zeitlich effektiv, aber spannungsarm auf die Glocke hauen, mehr gibt es nicht. Ein gewisser Spaßfaktor ebtspringt zwar totzdem und es wird sicherlich Leute geben die hieran großen Spaß haben werden. Aber wer eine adäquate Comicumsetzung oder eine gut erzählte Geschichte erwartet sitzt im falschen Film.

Fazit: Laut, albern, überraschend kurz und durch die Feigabe ab 12 auch vollkommen fern von einem Gemetzel

Rating: ★★☆☆☆