Army of Thieves

Der Banker Ludwig Dieter (Matthias Schweighöfer) wird angeheuert und einen unmöglich zu öffnenden Tresor zu knacken – damit beginnt eine wilde Reise durch Europa …

Die Banalität dieses Films wird für mich durch das restlos spannende Hintergrundszenario überboten. Schweighöfer bekam eine Chance seine eigene Serie „You are wanted“ in den USA vorzustellen, erhielt auf diesem Wege ein Angebot um eine Rolle in „Army of the Dead“ zu erhalten und kriegt als Bonus die Chance Spin-Off mit seiner Figur zu inszenieren. Dies finde ich spannender als das worum es inhaltlich geht. Ebenso finde ich es witzig weil ich Verglieche mit Jackie Chan zeihe als der 1998 mit „Rush Hour“ in den USA prominent wurde. Für Fans war die Kampfund Comedy nummer von Chan nichts neues, dem breiten Publikum kam es wie eine Inovation. Ebenso darf Schweighöfer hier seine übliche Nummer abziehen, als töffeliger Held mit mitunter weibischem Schreien ect – das was er in deutswchen Komödien oft gemacht hat, hier kommt es aber geradezu frisch und neu an. Obendrein kommt dazu daß Schweighöfer den Film selbst inszeniert hzat und es zeigt sich: er kanns. Das was er hier macht ist zwar kein außergewöhnliches Highlight, aber ein grundsolides Heist Movie und absolut tauglicher Netflix Standard. Und es ist etwas besonderes wenn aus einem großén Horrorfilm ein kleiner, deutscher Gangsterfilm abgeleitet ist. Leider sieht sich der Film dabei wohl als etwas zu ernst und zioeht sich auf viel zu lange 129 Minuten.

Fazit: In jeder Hinsicht soldie, was im Rahmen der Entstehung doch etwas besonderes ist.

Rating: ★★★☆☆

Nomadland

Fern (Frances McDormand) trifft die Großen Rezession schwer und sie verliert fast ihren gesamten Besitz. So begibt sie sich auf eine Reise durch Amerika und lebt in ihrem Van …

Ein Film der nichts zu erzählen, aber ganz viel zu zeigen hat. Wir sehen Frances McDormand die ein Nomadendasein in der Wüste führt und beobachten sie einfach. Wie lebt sie, wie interagiert sie mit diversen Menschen, was für Jobs führt sie aus. Ihre Figur ist bescheiden, bittet um nichts und will nur über die freudlosen Runden kommen.. Dabei sieht man ihr ungeschminkt und sehr „lebensecht“ zu, auch wenn das gezeigte Leben manchmal leicht „romantisiert“ erscheint. Absurderweise nimmt einen das mit und ist interessant, obwohl zu keiner Zeit etwas besonderes passiert,

Fazit: Ungeschönter Blick auf eine trostlose, aber ehrliche Esistenz!

Conjuring 3 – Im Bann des Teufels

Die Dämonologen Lorraine (Vera Farmiga) und Ed Warren (Patrick Wilson) führen 1981 am kleinen David (Julian Hilliard) einen erfolgreichen Exorzismus durch, allerdings kriecht der Dämon danach in den Körper von Arne (Ruairi O’Connor) was schwere Konsequenzen nach sich zieht …

Ich habe eine sehr unverkrampfte Haltung zur Reihe und dem ganzen Franchise: der erste hat mir damals nicht nennenswert viel gegeben, der zweite Teil war dann doch eine intensive Kinoerfahrung. Die weiteren Filme aus der Reihe habe ich respektiert, aber als belanglose Gruselkost wahrgenommen und eine große, alles übergreifende Geschichte ist bei mir nicht hängen geblieben. Daher ist mir diese letzte Teil dann auch eher gleichgültig vor die Nase geflattert, erwies sich aber als sehr bezeichnend: hier führ nicht mehr James Wan Regie und das merkt man. Trotz der routiniert aufspielenden Hauptdarsteller wirkt dieser Film wie eine billige, dürftige und nachgereichte Videothekenversion der Vorgänger. Obendren ist es geradezu dreist wie der Film behauptet auf einem wahren Fall zu fußen wenn die realen Umstände soo tragisch sind, dabei aber hier in ein anderes Licht gewendet werden. Als Abschluß der Serie ein eher trauriges Finish, als Gruselfilm für sich absoute Massenware ohne Highlights.

Fazit: Halbwegs stimmige, aber flaue Fortsetzung die kaum ein Finale für eine solch große Reihe darstellt.

Rating: ★★☆☆☆

Plötzlich aufs Land

Der gutmütige Tierarzt Nico (Clovis Cornillac), der sich in der französischen Provinz abrackert, erhält eine neue Kollegin: Alex (Noémie Schmidt). Die will eigentlich Mikrobiologin werden und ist nur aus familiären Gründen in der Stadt …

Es ist wie die tierische Version von „Doc Hollywood“: eine junge Frau mit städtischem Background kommt in die Provinz und aufs Land wo sie einen ungewollten, ungeliebten Job ausüben muß. Es gibt Probleme im Job, eine kleine Liebschaft, Reibereien mit dem Umfeld und eine kleine Love Story – alles drin, aber ebenso ist alles frei von Highlights oder nennenswerten Anteilen. Aber ebenso kann man kaum klagen daß irgendwas fehlt. Der Film ist wie ein langweiliger, aber ruhiger Spaziergang an einem Sommertag – völlständig befreit von allem was belastgen könnte, aber auch frei von jeder Form der Überraschung.

Fazit: Schema F Komödie die keinem weh tut!

Contra

Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) diskriminiert in einer Jura Vorlesung seine Studentin Naima (Nilam Farooq). Als Strafe muß er ihr bei einem Debattierwettsbewerb als Mentor beistehen …

Auch dieser Film kommt mit einem ganzen Jahr Verspätung ins Kino, durch Corona. Schade eigentlich, das Werk hätte ich gerne früher gesehen. Vielleicht lag daß das daran daß man durch den Trailer bewußt falsche Erwartungen bekommt. Es schaut nämlich so aus als habe man hier Chritoph Maria Herbst der in leicht variierter Form als Stromberg auftritt und eine Studentin quält. Dem ist abaer nicht so, der Schwerpunkt liegt bei Nilam Farooq und ihrer Figur Naima. Diese weird gezeigt als Tochter in der Familie wie sie fürs Geld schuften muß und die häuslichen Sorgen durchstehen muß. Als Frau die einen Partner findet und eben als Studentin die eine Zweckgemeinschaft mit einem scheußlichen Professor eingehen muß. Dabei baut der Film viele Dinge ein und auf die als pures Klischee herhalten könnten, allerdings wird dann eben vermieden diesen Pfaden zu folgen. Manches erledigt sich zu schnell im Hintergrund, manches verpufft, aber das macht nichts. Die Chemie zwischen Herbst und Farooq ist toll, die Dialoge geschliffen und dadurch daß die typischen Klischees vermieden werden ist es dann geradezu originell (wie etwa eine problemlos verlaufende Love-Story).

Fazit: Witzig, kurzweilig und mit Charme!
Rating: ★★★★★

Waves

Eine afroamerikanische Familie sucht nach einem schlimmen Schicksalsschlag einen Neuanfang in einer Vorstadt …

Wenn im Vorspann eines Fils das Logo von A24 erscheint kann man schon ahnen daß das Folgende speziell wird. Das können entsprechende Filmschauer auch verstehen, umsetzen und die volle Wucht daraus entnehmen, es gibt aber auch Leute die diese Filme langweilig, sperrig oder nicht wirklich angenehm zum schauen finden. Ich selber finde mich irgendwo in der Mitte wieder: ich respektiere die meisten Werke für Machart, Vorgehen und Kreativität, werde aber nicht immer voll davon abgeholt. Hier ebenso, auch wenn das eigentlich unmöglich ist. Erzählt wird ein sehr trafgischer Verlauf, die Leidensgeschichte einer Familie die durch mehrere Schicksalsschläge und insbesondere einen fatalen Twist nach zwei Dritteln sehr belastet wird. Während in der ersten Phase der Bruder im Zentrum steht verlagert sich der Rest danach komplett auf die Schwester. Eigentlich könnte man nun alle Vorgänge knapp erzählen, aber es geht weniger um das was passiert sondern die Inszenierung. Mit dicht an den Figuren klebenden Wackelkamerabildern (wie die eine drehende Kamera beim Autofahren zwischen Fahrer und Beifahrer hingekriegt haben ist mir ein Rätsel) oder langen und musikalischen Sequenzen in denen Gefühle nur eingefangen werden. Wenn man dafür empfänglich ist dürfte einen die Tragik und die Emotion geradezu wie ein Faustschlag treffen. Ich kann aber auch jeden verstehen der daß Ding nach kurzer Zeit entnervt beendet.

Fazit: Krasse Dramastory in ungewöhnlicher Inszenierung!

Astronaut

Witwer Angus (Richard Dreyfuss) ist 70 Jahre alt und träumte sein Leben lang von einem Flug ins All.- Die Chance erhält er als der Geschäftsmann Marcus Brown (Colm Feore) ein Gewinnspiel veranstaltet und eine Reise ins All verlost. Allerdings ist Angus zu alt …

Hier kann man sich anhand der Inhaltsangabe relativ schnell ausmalen, was einen erwartet. Ein Milliardär verlost einen Freiflug ins Weltall, ein alter Mann, der schon immer einmal dorthin wollte aber für das Prozedere nicht infrage kommt versucht es denoch und kämpft sich durch das Auswahlverfahren sowie die körperlichen und seelischen Strapazen des Weltraumflugs. Stimmt, aber nicht so richtig: der Film setzt einen Schwerpunkt auf eine Sache die zunächst absurd klingt. Es geht nämlich um eine Startbahn. Richard Dreyfuss Figur entdeckt einen Mangel an der geplanten Start Bahn und weißt darauf hin, allerdings will sich dies niemand weiter anhören und so beginnt ein recht langwieriger Prozess bei dem mal wieder der kleine versucht Gehör von Großen zu erhalten. Den Weltraumflug gibt’s zwar dennoch, aber er nachgeschoben am Ende. Vorher gibt es viele lange Gesprächsszenen und obendrein einiges an Familiendrama und die übliche Botschaft dass man ja auch immer nur seinen Träumen glauben und folgen soll. Nichts was es nicht schon gegeben hat, aber so was sieht man halt immer wieder gern und mit Richard Dreyfuss hat man auch eine mögen’swerte Figur und einen markanten Darsteller der das entsprechend rüberbringen kann. Deswegen für Liebhaber kleinerer und leiserer Filme könnte dies durchaus taugen, für viele andere könnte das Teil höllisch langweilig ausfallen.

Fazit: Glaube an deine Träume und hör nie auf wenn du vorhast wahrgenommen zu werden – alte Botschaften in neuem Gewand

Venom – Let there be carnage

Eddie Brock (Tom Hardy) hat es langsam geschafft sich mit dem Symbionten Venom zu arrangieren als der Serienkiller Cletus Kasady (Woody Harrelson) sich ebenfalls mit einem Außerirdischen infiziert. So mutiert er zu einer tödlichen Gefahr …

Ich habe das Glück daß ich der Thematik vollkommen entspannt gegenüber stehe. Ich kenne Venom nur aus dem alten Sam Raimi Film und dem ersten Teil mit Tom Hardy, habe keine Ansprüche an die Figur oder an den Ton. Ich kann mir aber vorstellen daß Venom als eine Figur die eher der härteren Seite zugehört und eigentlich ein Antagonist ist hier nicht wirklich den Vorlagen und Vorstellungen entspricht. Leider setzt der Film dabei viel zu sehr auf seinen Comedyfaktor. Das führt daß man eine halbe Stunde lang einen Film wie eine Sitcom schaut in der ein von allem überfordeter Depp und ein vulgäres Alien sich wie ein altes Ehepaar zoffen. Nach einer halebn Stunde davn wird dann der Gegner Carnage geboren – da die Lauflänge da aber kaum noch 50 Minuten betroifft kommt so etwas wie eine Story auch nicht auf. Zwei CGI Biester die sich eine zeitlich effektiv, aber spannungsarm auf die Glocke hauen, mehr gibt es nicht. Ein gewisser Spaßfaktor ebtspringt zwar totzdem und es wird sicherlich Leute geben die hieran großen Spaß haben werden. Aber wer eine adäquate Comicumsetzung oder eine gut erzählte Geschichte erwartet sitzt im falschen Film.

Fazit: Laut, albern, überraschend kurz und durch die Feigabe ab 12 auch vollkommen fern von einem Gemetzel

Rating: ★★☆☆☆

Halloween Kills

Laurie Strode (Jamie Lee Curtis), ihrer Tochter Karen Strode (Judy Greer) und ihrer Enkeltochter Allyson Strode (Andi Matichak) haben Michael Myers (Nick Castle) in einem brennenden Haus eingeschlossen und zum Sterben zurückgelassen. Allerderings hat dieser den Brand überlebt und kehrt zu einem erneuten Massaker zurück …

Runde 2 oder 3? Alleine darüber kann man sprechen. Dies ist das Sequel zum Alternativen Sequel des Originalfilms welches eigentlich nur ein gutes Verkaufsargument hatte: Jamie Lee Curtis ist wieder dabei! Juhu! Da dieser im Jahre 2018 absurd erfolgreich war legt man nun nach mit gleich zwei weiteren Filmen – bedeutet, die sist das Mitetlstück einer Trilogie und leidet uter den Problemen die ein solcher Film nunmal hat: er kommt zu keinem Schluß, muß Wege für den näcshten Teil offenhalten und bringt nichts fertig. Und er verschenkt einen passablen Ansatz: er richtet den Fokus weg von Laurie Strode (Curtis ist zwar im Film, hat aber nur einen bemerkenswert kleinen Anteil) und schaut statt dessen auf die Anwohner von Haddonfield und setzt einen Lynchmob ins Zentrum der versucht Michael den Garaus zu machen. Dieser wehrt sich aber und da wo der Originalfilm subtile Spannung an den Tag legte macht dieser hier puren Splatter. Es wird gemeuchelt und geschnetzelt daß es eine Freude ist, abe keine plausible und griffige Handlung dazu erzählt. Obendrein leidet der Film an der Splatterkrankheit bei der sich viele Figure echt idiotisch doof benehmen. Fazit: es gibt nicht viel zu erzählen, reihenweise Kills ersetzen eine Subtilität und auch wenn der Cliffhanger für Teil 3 amtlich ist bleibt man nur enttäuscht zurück.

Fazit: Fehlende Ideen und ein fehlender Schwerpunkt kann auch nicht durch extra viel Blut ersetzt werden!

Videoreview von mir: https://www.youtube.com/watch?v=zB2kbfhis7o

Kate

Auftragskillerin kate (Mary Elizabeth Winstead) verpatzt einen wichtigen Auftrag in Tokio. Dadurch wird sie vergiftet und hat nunr noch 24 Stunden zu leben. Diese Zeit will sie nutzen um sich an allen Beteiligten zu rächen …

Während das thematisch ähnliche „Gunpowder Milkshake“ noch eine Kinoauswertung erhält wird dieser Film direkt auf Netflix ausgegeben. Wenn man Trailer und Story hört hat man das Gefühl einen Film in der Art von „John Wick“ zu kriegen, mit Storyrecycling von „Crank“ – und genau das bekommt man auch. Mary Elisabeth Winstead ballert sich als sterbende Killerin durch die Unterwelt von Tokyo, stepelt meterhohe Leichenberge auf und hat noch Zeit für ein kleines Kind und entsprechende Wortduelle. Parallel gibt’s immer wieder kurze, ruppige Kampf und Schußeinlagen in denen in hoher Anzahl gestorben wird und hier und da hält Woody Harrelson mal die Nase rein und sagt was Nettes. Eigentlich ist nichts verkehrt daran, aber ebensowenig irgendetwas besonderes. Obwohl Winstead sympathisch ist und Power hat kommt sie nicht an die Wirkung und Schlagkraft eines John Wick ran und der ganze Film verströmt seine Streaming Herkunft in jeder Szene.

Fazit: Jane Wick light – routiniertes Blutvergießen ohne nennenswerte Highlights oder Schwächen!

Rating: ★★★☆☆