Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby

Wayne Szalinski (Rick Moranis) arbeitet mittlerweile in einem Labor an der Perfektionierung seiner Maschine. Als er seinen kleinen Sohn Adam (Daniel / Joshua Shalikar) zur Arbeit mitnimmt und der Junge vom Strahl der Maschine getroffen wird beginnt bei ihm ein unnatürlicher Wachstum – schon bald hat Adam riesige Ausmaße angenommen und wird vom bösartigen Hendrickson (Joh Shea) gejagt …

ch habe den Erstling damals geliebt und fand dieses Sequel daher spannend, aber ebenso enttäuschend. Das lag daran daß die Filmfamilie umgezogen ist und die Nachbarjungs der Thompson Familie nicht mehr dabei sind – ebenso verlässt Tovchter Amy gleich zu Beginn die Geschichte. Damit bleiben nur wenige Figuren übrig die eine komplette Schablonenstory durchleben: statt zu schrumpfen wird hier ein Kind auf epische Größe aufgepustet. Die daraus entstehen Situationen werden mit schlichten Greenscreen Effekten gelöst die zu ihrer Erscheinung angemessen waren, aber mittlerweile derbe gealtert erscheinen. Ansonsten habe ich lediglich ein Lächeln beim Anblick von Lloyd Bridges im Gesicht der als gutmütiger Konzernchef mein heimlicher Star des Films ist. Ansonsten hat man passable Gags und eben ein paar charmante Charaktere aus dem Erstling die ihn am Ende dann doch erträglich machen. Ein gewisser Retrocharme  hilft.

Fazit: Schlichtes Sequel mit schlecht gealterten Effekten deren Hauptfiguren aber durchaus Herz besitzen!

Artemis Fowl

Artemis Fowl (Ferdia Shaw) ist zwölf Jahre alt und stammt aus einer irischen Gangsterfamilie wodurch er selbst ein gewitzter Gauner geworden ist. So entführt er auch die Elfe Holly Short (Lara McDonnell) um Lösegeld zu erpressen – allerdings löst er so einen Krieg im Elfenreich aus … fauler Zauber oder großer Spaß?

Artemis Fail … ich hatte selten einen Fall in dem ich so derart befangen und derart unbefangen war. Unbefangen weil ich mit der Buchserie nie Berührungspunkte hatte und daher nicht enttäuscht werden konnte. Befangen, weil ich natürlich mitbekommen hsbe wie der Film erst mehrfach aufgeschoben wurde, dann achtlos auf Disney Plus rausgeworfen wurde und eine endlose Serie an schlechten Kritiken einfuhr. Generell kann ich diese teilen und muss mich darüber auch nicht wundern: hier wird krampfhaft versucht eine Welt zu erschaffen und zu etablieren in der dann künftige Filme gespielt hätten. Leider ist dieser bunte Mix aus Mythen, Fantasy und Technik kein Stück originell und hat lediglich durch die irischen Bezüge ein paar interessante Aspekte. Dafür fällt der Film durch einen anderes Aspekt geradezu durch: die Hauptfigur ist ein deratig arroganter, geglätteter Niemand daß man keinerlei Interesse aufbringt mehr über ihn und seine Welt zu erfahren. Wenngleich das alles aufwendig gestaltet ist merkt man: es ist immer noch zu neu um eine neue Fantasywelt im Stile von Harry Potter ernsthaft etablieren zu können.

Fazit: Aufwendige Effekte, ansonsten ein bunter Mix aus kalkulierten Elementen die auf Serie schielen!

Rating: ★★☆☆☆